Papst Franziskus

05. Juli 2014 21:12; Akt: 05.07.2014 21:12 Print

Sonntagsbrunch statt Arbeit

Papst Franziskus kritisiert die Sonntagsarbeit: Menschliche Beziehungen seien wichtiger als wirtschaftliche Interessen. Der Sonntag soll mit Familie und Freunden verbracht werden.

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Statt zu Arbeiten soll laut dem Papst der Sonntag dazu genutzt werden, um Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. (Bild: Keystone/AP)

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Papst Franziskus wirbt dafür, den Sonntag von Arbeit frei zu halten. Es sei ethisch richtig, den Tag mit Freunden und Angehörigen zu verbringen, sagte das Kirchenoberhaupt am Samstag bei einem Besuch in Molise in Süditalien. «Vielleicht ist es Zeit, uns selbst zu fragen, ob das Arbeiten am Sonntag wirklich Freiheit bedeutet.»

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Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in Süditalien betonte Franziskus zwar, Arme bräuchten für ihre Würde eine Beschäftigung. Doch liess er Kritik an Ladenöffnung und Arbeit am Sonntag durchblicken. Menschliche Beziehungen sollten Vorrang vor wirtschaftlichen haben, Familie und Freundschaften sollten das Wichtigste sein, sagte der Papst.

Der 77-jährige Pontifex hatte zuletzt wegen Krankheiten eine Reihe von Terminen abgesagt, schien bei seinem Auftritt am Samstag aber kraftvoll und gut gelaunt. Auf dem Programm standen unter anderem ein Mittagessen mit Armen und ein Besuch in einem Gefängnis.

(sda)