Schildbürgerstreich

08. Januar 2016 13:05; Akt: 08.01.2016 15:24 Print

Spanier bauen Spital ohne Wasser und Strom

Spital am Feldweg: In der andalusischen Stadt Lepe ist ein Krankenhaus errichtet worden, das nicht genutzt werden kann.

Grossbauprojekt in Andalusien: Das Spital in Lepe ist nicht nutzbar.

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Nach jahrelangen Bauarbeiten und Inverstitionen von 21 Millionen Euro wurde in Lepe ein neues Spital errichtet. Mangels Zufahrtsstrassen, Strom- und Wasserversorgung kann es aber (noch) nicht in Betrieb genommen werden. Die andalusische Regionalregierung erklärte am Donnerstag, sie habe «alle Verpflichtungen eingehalten», indem sie das Spital «rechtzeitig» fertiggestellt und darüber am 14. Dezember ein amtliches Zertifikat ausgestellt habe.

Lepes Bürgermeister Juan Manuel González machte jedoch geltend, die Infrastruktur könne wegen der von Madrid in den vergangenen Jahren verhängten Sparmassnahmen nicht bereitgestellt werden. Seiner Gemeinde fehle schlicht das Geld, um die Kosten aus eigener Tasche zu tragen – die Kommunen hätten gleichzeitig aber nicht mehr das Recht, langfristige Schulden aufzunehmen.

Einstweilen kann das Spital, in dem jährlich 83'000 Patienten behandelt und 3000 Operationen vorgenommen werden sollten, nur über einen Feldweg erreicht werden.Angesichts des offenkundigen Missstandes erklärte sich das Bürgermeisteramt aber zum «Dialog» bereit.

(nag/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani B. am 08.01.2016 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    unglaubliche Leistung!

    Ein Spital zu Bauen, ohne Strom oder Wasser auf der Baustelle, welche nur über einen Feldweg erschlossen ist, ist eine logistische Leistung, wie sie in der Schweiz nie möglich wäre.

    einklappen einklappen
  • Xzar am 08.01.2016 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leperos

    Man macht in Spanien nicht umsonst Witze über die Leute von Lepe...das ist aber einfach nur tragisch...

  • joey_w am 08.01.2016 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ja so läuft das dort

    Die haben schon mal einen Flughafen in den Sand gesetzt, Sozialwohnungen können - warum auch immer - nicht bezogen werden (obwohl vollständig gebaut und angeschlossen).

Die neusten Leser-Kommentare

  • S. R. am 09.01.2016 23:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie das Kunsthaus in

    Zürich, da fehlte die Treppe in einen Austellungsraum. Bei der Besichtigung mit den geladenen Gästen, zogen die Bauarbeiter die Leiter welche noch zur Begehung dort stand leise aus dem Raum und lachten sich die Hucke voll. Erst da ging dem Architekten auf das die Treppe fehlt, zuerst wollte er den Arbeitern die Schuld geben, aber die haben ihm seinen Plan unter die Nase gehalten und so musste eine neue Lösung gefunden werden, der Steuerzahler hat's ja bezahlt, was soll's. Auch bei uns ging und geht einiges schief.

  • juropi am 09.01.2016 23:33 Report Diesen Beitrag melden

    Antwort an Alter EG

    Antwort an Alter EG.Nicht nur die Bären sind im Winterschlaf auch der EG pent. 2010 war die Eröffnung des Berliner Flughafens vorgesehen. Im Jahr 2013 wurde bereits der vierte Eröffnungstermin verschoben. Es grüsst das Jahr 2016 und ob im ersten halbjahr 2017 die Feier stattfindet steht noch in den Sternen geschrieben. Wie heisst es so schön wissen ist Macht und nichts wissen macht nichts. Gruss Juropi

  • Zugerin am 09.01.2016 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Metalli

    Naja, in Zug wurde bei einem Gewerbe- und Wohnzentrum (Metalli) an einer fanzen Front die Fenster vergessen..

  • spangleurisch am 09.01.2016 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wunderlich

    Wieso wundert mich das jetzt nicht? Das kommt mir spanisch vor.

  • Paul F. Wenger am 09.01.2016 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Resultat hirnloser EU-Bürokratie

    Laut EU-Richtlinien muss bei Ausschreibungen durch die öffentliche Hand diejenige Firma beauftragt werden, die das günstigste Angebot einreicht. Ich denke in diesem Falle wurde den EU-Richtlinien zu 100% Rechnung getragen. Der Billigste hat den Auftrag. Bitte sehr. Feiert doch einfach das Resultat dieser hirnlosen EU-Bürokratie.