«Falsche Witwe»

25. Oktober 2013 23:04; Akt: 18.02.2019 08:59 Print

Spinnenalarm in britischer Schule

Aus Angst vor den Achtbeinern schloss eine Schule in Südengland ihre Pforten. Der Biss der Spinne ist zwar nicht tödlich, kann aber allergische Reaktionen verursachen.

(Video: SnackTV)
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Wegen eines Befalls beissender Spinnen hat eine Schule in Grossbritannien am Mittwoch schliessen müssen. Man wolle den Tag nutzen, um die Tiere der Spezies Steatoda nobilis loszuwerden, teilte der Dekan der Mittelschule in Gloucestershire im Südwesten Englands mit. In der Schule wurde nach seinen Angaben noch niemand von der Spinne gebissen. Die Art wird gerne mit der Schwarzen Witwe verwechselt, darum ist sie auch als «Falsche Witwe» bekannt. Ihre Bisse haben aber offenbar keine tödliche Wirkung.

Örtliche Gesundheitsbehörden hatten der Schulleitung jedoch geraten, für einen Tag zu schliessen, um des Befalls Herr zu werden. Die Spinnenart gibt es Experten zufolge immer häufiger in Grossbritannien. Nach Angaben des britischen Naturkundemuseums leben «Falsche Witwen» schon seit über einem Jahrhundert im Süden Englands. In den letzten 25 Jahren hätten sie sich jedoch ausgebreitet. Sie gilt als die gefährlichste unter den zwölf beissenden und giftigen Spinnenarten auf der Insel.

«Sie sind keine aggressiven Spinnen, sie haben es nicht auf Menschen abgesehen», sagte David Lalloo, Professor an der Schule für Tropenmedizin in Liverpool. Die Symptome nach einem Biss seien eher leicht und reichten von Brennen bis zu anschwellender Haut und Fieber. In den letzten Wochen gab es in zahlreichen britischen Zeitungen Berichte über echte oder vermeintliche Spinnenfunde und -angriffe.

(zve/sda)