04. April 2005 11:33; Akt: 04.04.2005 11:36 Print

Stichwort: Kardinal

Kardinäle sind nach dem Papst die ranghöchsten Würdenträger der römisch-katholischen Kirche.

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Ihre wichtigste Aufgabe ist die Wahl eines neuen Papstes. Darüber hinaus bleiben sie diesem auch als Berater und Amtsgehilfen verbunden. Das Kardinalskollegium ist in Kardinalsbischöfe, Kardinalspriester und Kardinalsdiakone gegliedert.

Die kirchlichen Würdenträger, die den Titel Eminenz tragen, werden vom Papst ernannt. Sie residieren nicht notwendigerweise in Rom, halten sich aber zeitweise in Ausübung ihrer Pflichten im Vatikan auf. Bis 1958 war die Zahl der Kardinäle auf 70 beschränkt; diese Einschränkung wurde aufgegeben, um Geistliche aus allen Erdteilen in das Kollegium aufnehmen zu können. Bei einer Papstwahl sind nur jene Kardinäle wahlberechtigt, die jünger sind als 80 Jahre. Dies geht auf eine Regelung von Papst Paul VI. zurück.

Das Recht auf die Papstwahl steht den Kardinälen seit 1179 zu. Zuvor hatte ein Wahldekret aus dem Jahre 1059 das Vorschlagsrecht auf die Kardinalsbischöfe beschränkt. Die Wahl erfolgt in Abgeschiedenheit von der Aussenwelt, im Konklave. Dieses wurde für die wahlberechtigte Kardinalsversammlung im Jahre 1274 eingeführt.

(ap)