Stierhatz in Pamplona

09. Juli 2014 11:28; Akt: 10.07.2014 19:44 Print

Stiere spiessen acht Männer auf

Bei der traditionellen Stierhatz in Pamplona sind am Donnerstag insgesamt acht Teilnehmer verletzt worden. Zwei davon wurden von einem fast 600 Kilogramm schweren Bullen aufgespiesst.

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Bei den berühmten Stierrennen in der nordspanischen Stadt Pamplona sind am Mittwoch acht Menschen von Kampfbullen aufgespiesst worden. Ein 32-jähriger Amerikaner aus Chicago wurde dabei am rechten Oberschenkel verletzt, während ein 35 Jahre alter Spanier im Brustbereich verletzt wurde, wie die Regionalregierung von Navarra mitteilte.

Zwei andere Spanier seien am Oberschenkel getroffen worden, hätten aber keine schwere Verletzungen davongetragen. Andere Teilnehmer des Rennens wurden demnach von dem Bullen durch die Luft gewirbelt. Ein Mann musste anschliessend wegen eines Hüftbruchs operiert werden. Einige kamen mit Prellungen davon.

An dem im Fernsehen übertragenen Rennen nahmen am Morgen mehrere Tausend Menschen teil, viele von ihnen trugen der Tradition entsprechend weisse Kleidung und rote Halstücher. Der Stierlauf war der dritte im Rahmen des jährlichen San-Fermín-Festivals.

Männer trinken sich Mut an

Das Ereignis lockt jährlich Tausende ausländische Touristen nach Pamplona. Vor allem junge Männer, die sich mit Sangria und Wein Mut antrinken, suchen in den Strassen Pamplonas den Nervenkitzel.

Die Stierhatz führt auf einem 850 Meter langen Weg zur Stierkampfarena der Stadt. Die Teilnehmer laufen dabei mit sechs Kampfbullen durch die Gassen. Immer wieder gibt es dabei Verletzte. Die Tiere werden im Anschluss an das Rennen bei Stierkämpfen in der Arena getötet.

Seit 1911 kamen beim Fest 15 Menschen ums Leben, allein im vergangenen Jahr wurden 50 Teilnehmer ins Spital eingeliefert. Zuletzt erlitt ein 27-jähriger Spanier vor vier Jahren tödliche Verletzungen, als ein Stier ihm die Hörner in Nacken, Herz und Lunge rammte.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • r.b. am 09.07.2014 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade...

    diesen männern geschieht das vollkommen recht! schade hat es nicht mehr von ihnen erwischt!!! die tiere tun mir einfach leid! jedes jahr das selbe! nimmt das kein ende? kommen diese leute nicht zur vernunft?

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  • Biene am 09.07.2014 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Festival?

    Mit Festival hat doch das ganze nichts zu tun, das ist schlicht Tierquälerei.

  • Petra Chevalier am 09.07.2014 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    Sinnlose Tierquälerei-das grosse Jammern

    Wann hören diese sinnlosen "Spielchen" mt Tieren endlich auf? Ein Spruch von Mahadma Gandhi (weiss es grad nicht wörtlich): Die Grösse eines Landes und seiner Menschen sieht man daran wie sie die Tiere behandeln. Und das gilt nicht nur für Spanien. Solange Touristen sich an den Tierqälereien erfreuen, wird es sie leider auch immer geben. Was soll also das Gejammer, wenn jemand dabei verletzt wird. Hat denn das Tier eine Wahl??

Die neusten Leser-Kommentare

  • Geo am 10.07.2014 00:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierquälerei

    Arme Tiere

  • Bettina am 09.07.2014 22:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tradition???

    tradition hin oder her, das gehört abgeschafft. quälerei und sauerei sowas!!

  • Adi' am 09.07.2014 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht....

    und eine extra grosse Portion Futter für die guten Stiere.

  • Chris am 09.07.2014 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Bravo, weiter so,

  • carolina am 09.07.2014 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einfach nur dumm

    wieso tut man das einem tier an ich würde wütend werden und mich weren . zum teil sind die einfach selbst schuld

    • gallego am 10.07.2014 10:02 Report Diesen Beitrag melden

      frage an carolina

      ich bin mir sicher das du selber auch fleisch isst.

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