Verbot

10. Februar 2011 23:31; Akt: 10.02.2011 23:34 Print

Stopp für Babytourismus

Um sich ihren Babywunsch zu erfüllen, wenden sich immer mehr kinderlose Paare mit einem «Baby-Auftrag» bei Leihmutteragenturen in Indien oder Georgien.

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Die Paare versuchen damit, das Schweizer Leihmutterschaftsverbot zu umgehen. Zudem ist ein Leihmutter-Baby nirgendwo anders so billig und einfach zu haben: Agenturen locken mit Paketen zum Schnäppchenpreis von 28 000 Dollar. Dabei muss ein Paar lediglich zum Samenspenden und nach neun Monaten zum Babyabholen ins Land reisen. Die Schweizer Behörden sind alarmiert: «Wir können nicht dabei zuschauen, dass das ein Markt wird», so Günther Bächler, Schweizer Botschafter in Georgien, zum Schweizer Fernsehen. Er wolle die Ausreise solcher Neugeborenen in die Schweiz nicht länger zulassen. Auch gegen den «Fortpflanzungs-Tourismus» ist Conrad Engler vom Verein Kinderwunsch. Solange in der Schweiz die Eispende und Präimplantationsdiagnostik jedoch verboten sei, würde dieser Markt fortbestehen.

(cbl)