Wettbewerb

20. Dezember 2011 19:18; Akt: 20.12.2011 19:18 Print

Student schiesst das «UNICEF-Foto des Jahres»

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen prämiert seit elf Jahren Bilder, die der Armut ein Gesicht geben. Der Gewinner in diesem Jahr ist Deutscher, der sich gegen einen Spanier und einen Amerikaner durchsetzte.

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UNICEF-Schirmherrin Bettina Wulff hat am Dienstag, den 20. Dezember, den deutschen Nachwuchsfotografen Kai Löffelbein als Sieger des renommierten Fotowettbewerbs des UN-Kinderhilfswerks UNICEF, des Reportagemagazins GEO und der Leica Camera AG prämiert. Für sein Foto von einem Jungen auf einer Müllhalde in Ghana erhielt der 30-jährige Löffelbein als Hauptpreis eine Kamera mit Objektiv.

Das Siegerfoto von Kai Löffelbein überzeugte die Jury, weil es darauf hinweist, dass die westliche Welt gegenüber den Kindern in Armutsregionen wie im afrikanischen Ghana Verantwortung übernehmen muss. Der zweite Preisträger ist der Spanier JM Lopez, der die Auswirkungen der dramatischen Unterernährung im Osten Guatemalas dokumentiert. Dritte wurde die Amerikanerin Mary F. Calvert. Sie hat Kinder in Nigeria fotografiert, die gegen Kinderlähmung geimpft werden.

Für Karin Rehn-Kaufmann, künstlerische Leiterin der Leica Galerie Salzburg und Mitglied der Wettbewerbs-Jury, zeigt das Siegerfoto eindrücklich, wie die technologische Entwicklung in verantwortungsloser Weise das Elend gerade der Kinder in Entwicklungsländern erhöht. «Arbeiten wie die von Kai Löffelbein tragen dazu bei, auf die mitunter verheerenden Lebensumstände von Kindern hinzuweisen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir uns um die Gegenwart und die Zukunft dieser Kinder kümmern müssen.»

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(sda)