USA

07. Februar 2011 06:52; Akt: 07.02.2011 10:01 Print

Studentenparty endet in Blutbad

Zwei junge Männer schossen in der Stadt Youngstown im US-Bundesstaat Ohio auf dutzende Partygäste, töteten einen Studenten und verletzten elf weitere.

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Die Schiesserei ereignete sich am Sonntag in den frühen Morgenstunden auf einer Party in einem ausserhalb des Campus gelegenen Haus, in dem Mitglieder der Studentenverbindung Omega Psi Phi leben. Zwei Verdächtige wurden festgenommen und wegen Mordes angeklagt.

Die beiden Männer seien aus der Feier herausgeworfen worden, sagte der Polizeichef von Youngstown, Jimmy Hughes. Mehrere Verbindungsstudenten hätten sie nach draussen geleitet. Kurze Zeit später seien die Männer zurückgekehrt.

«Sie haben einfach durch die offene Tür geschossen, auf eine Menge von 40 oder 50 Leuten», sagte Hughes. «Sie waren beide bewaffnet.» Das Motiv war zunächst unklar. Die 20 und 22 Jahre alten, in Youngstown lebenden Verdächtigen seien selbst keine Studenten.

Verdächtiger stellt sich der Polizei

Laut dem Polizeichef wurde nach der Tat eine Spezialeinheit der Bundespolizei FBI eingeschaltet, um nach den Tätern zu fahnden. Einer der beiden Verdächtigen stellte sich der Polizei, der andere wurde im Haus eines Verwandten in Youngstown festgenommen.

Die Tatwaffen seien noch nicht gefunden worden, sagte Hughes. Die Verdächtigen wurden wegen schweren Mordes sowie in jeweils elf Fällen wegen schwerer Körperverletzung und wegen Schiessens in eine Wohnung angeklagt.

Drei Personen noch im Spital

Bei dem Toten handelte es sich nach Angaben der Rechtsmedizin um einen 25-jährigen Studenten der Youngstown State University. Er wurde demnach von einer Kugel im Hinterkopf getroffen sowie von mehreren Kugeln im Unterleib.

Acht der elf Verletzten wurden noch am Sonntag aus dem Spital entlassen, wie eine Kliniksprecherin der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die drei anderen befanden sich weiter in ärztlicher Behandlung. Über die Art der Verletzungen konnte die Sprecherin keine Angaben machen.

Nach der Schiesserei verstärkte die Universitätspolizei ihre Präsenz auf dem Campus, erklärte zugleich aber, es bestehe für das Hochschulgelände keine Bedrohung. Universitätspräsidentin Cynthia Anderson besuchte die Verletzten im Spital und sprach der Familie des Getöteten ihr Mitgefühl aus.

(sda)