Frankreich

17. April 2019 17:42; Akt: 17.04.2019 17:42 Print

Super-Radar sieht ob du am Steuer telefonierst

Wer nach Frankreich in die Ferien fährt, sollte sich vorsehen: Dort werden Radargeräte installiert, die viel mehr können als nur das Tempo zu messen.

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Landesweit werden im Lauf des Jahres 400 der Tourelle (Türmchen) genannten High-Tech-Geräte aufgestellt, im Jahr darauf sollen nochmals dreimal so viele folgen. Das berichtet das Nachrichten-Netzwerk «France Info».

Das elektronische Herz der Geräte ist in bis zu vier Metern Höhe angebracht und soll es Vandalen besonders schwer machen, sie zu zerstören. Das scheint bitter nötig zu sein: Seit dem Beginn der Proteste der «Gilets jaunes» vor einigen Monaten wurden im Land 75 Prozent aller Radargeräte zerstört.

Unklar ob man gefilmt wird

Die neuen Geräte des Typs «Mesta Fusion 2», von denen ein Dutzend schon im Dienst ist, haben es in sich: Sie können nicht nur in zwei Fahrtrichtungen acht Spuren und eine grosse Zahl Fahrzeuge gleichzeitig im Auge behalten, sondern ausser der Geschwindigkeit messen eine ganze Reihe weiterer Verkehrsdelikte erkennen.

So können die Super-Radars feststellen, ob die Insassen Gurte tragen, ob der Lenker sein Handy am Ohr hat, ob er den nötigen Abstand zum Vordermann einhält oder ob jemand verbotenerweise rechts überholt. Ein einfacher Wechsel der Kamera lässt die Lenker im Unklaren, ob sie beobachtet werden – nur jedes vierte der «Türmchen» ist auch tatsächlich scharf. Ausserdem sind vor allem die Geräte in Städten besonders gut gegen Vandalismus geschützt.

(trx)