Japan

09. Juli 2014 11:56; Akt: 09.07.2014 15:59 Print

Super-Taifun Neoguri fordert 32 Verletzte

Stromausfälle, zerstörte Wohnungen, Monsterwellen: Taifun Neoguri ist einer der stärksten Stürme, die Japan je während der Sommermonate getroffen haben.

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Im Südwesten Japans gab es am 10. Juli die ersten Todesopfer. Teile einer zerstörten Brücke, ein Transporter und massenhaft Treibgut liegen im Flussbett des Nashizawa bei Nagano. Sintflutartiger Regen und starker Wind: Passanten in Kawasaki kommen am nur mühsam voran. Betroffen sind auch weitere beliebte Ferieninseln wie hier auf der Insel Okinawa. Der Taifun «Neoguri» sorgte im Ort Uruma für Zerstörung. Die Behörden warnen vor Erdrutschen. Beschädigte Fisch-Käfige an der Küste der südkoreanischen Insel Jeju. Meterhohe Wellen prallten auf die Ostküste Südkoreas. Eine verlassene Strasse auf Okinawa. Am Dienstag, 8. Juli, traf der gewaltige Taifun Neoguri auf die südwestjapanische Inselregion. Eine halbe Million Bewohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. In Naha auf Okinawa hat der Taifun mehrere Bäume gefällt. «Neoguri» bewegte sich am Dienstagmittag (Ortszeit) mit einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde über dem Meer weiter in Richtung Norden. Die Windgeschwindigkeit nahe des Zentrums betrug mehr als 250 Kilometer pro Stunde. Die Schiffe, die im Hafen von Itoman auf der Insel Okinawa festgemacht sind, müssen den heftigen Winden trotzen. Frauen kämpfen am 8. Juli 2014 in der Stadt Naha auf Okinawa gegen die heftigen Regenschauer. Schiffe werden befestigt und in Sicherheit gebracht. Starke Winde werden in der Stadt Naha auf der japanischen Insel Okinawa erwartet. So zieht der Super-Taifun über Japan. Der Taifun «Neoguri» von einem Satelliten aufgenommen.

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Der gewaltige Taifun Neoguri hat sich über der Südspitze Japans ausgetobt und bedroht nun die Hauptinseln des Landes mit massiven Regenfällen und Sturmböen. Die Bewohner in weiten Teilen des Landes mussten sich auf Überschwemmungen, Erdrutsche und hohe Wellen einstellen.

Nächste Angriffsfläche des inzwischen abgeschwächten Neoguri, koreanisch für «Waschbär», wird am Donnerstag die südwestliche Hauptinsel Kyushu sein, die nach Angaben der meteorologischen Behörde am Mittwoch bereits von den ersten Sturmausläufern erfasst wurde.

Fluggesellschaften strichen für Donnerstag vorsorglich Dutzende von Flügen von und nach Kyushu. Auch Bahngesellschaften kündigten den Ausfall von Zügen an.

Schäden geringer als befürchtet

Mindestens 32 Menschen hatten am Vortag im südlichen Ferienparadies Okinawa Verletzungen erlitten. Stellenweise war es zu schweren Überschwemmungen gekommen. In der Stadt Uruma trat ein Fluss über die Ufer, Strassenabschnitte und Häuser standen unter Wasser.

Auch in der Stadt Nago im Norden Okinawas drangen nach Berichten der Lokalzeitung «Okinawa Times» schlammige Wassermassen in Häuser und Autos ein. Insgesamt fielen die Schäden auf Okinawa offenbar aber geringer aus als zunächst befürchtet. Auch am Mittwoch wurde die Region weiter mit schwerem Regen überzogen.

Evakuierungen drohen

Neoguri näherte sich den Hauptinseln vom Ostchinesischen Meer mit einer Geschwindigkeit von lediglich 150 Kilometern in der Stunde, was die örtlichen Niederschlagsmengen erhöht. Die Behörden warnten vor Überschwemmungen, Erdrutschen und Wellen von bis zu elf Metern Höhe.

Die Bevölkerung wurde von den Behörden aufgefordert, auf eventuelle Evakuierungsanweisungen schnell zu reagieren. Den Prognosen nach liegt die Hauptstadt Tokio am Freitag im Durchzugsgebiet von Neoguri. Der Wirbelsturm hat aber inzwischen an Kraft verloren, die Windgeschwindigkeiten von anfangs mehr als 250 Kilometern in der Stunde schwächten sich auf knapp 150 Kilometer pro Stunde ab.

(sda)