Selbstmordanschlag in Bayern

25. Juli 2016 19:04; Akt: 26.07.2016 15:10 Print

Täter erhielt vor 12 Tagen Abschiebe-Anordnung

Ein syrischer Flüchtling (27) hat an einem Festival im bayrischen Ansbach eine Bombe gezündet. Laut Bundesanwaltschaft könnte er nicht nur IS-Sympathisant, sondern Mitglied gewesen sein.

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Reaktionen auf den Anschlag in Ansbach: Die bayrische Landesregierung verstärkt ihr Personal bei Polizei und Justiz. (27. Juli 2016) Ein Tag nach dem Anschlag: Die Spielkarten der Gäste liegen noch auf dem Tisch. Hier waren die ahnungslosen Besucher des Lokals «Eugen's Gaststube» in der Ansbacher Altstadt von der Bombenexplosion überrascht worden. Neben dem Gasttisch: Eine heruntergefallene Spielkarte und ein Blutfleck. Spuren der Detonation: Eine zerborstene Fensterscheibe im Lokal «Eugen's Gaststube». Auf ihn soll sich Täter Mohammad D. in einem Handy-Video berufen haben: Abu Bakr al-Baghdadi, Anführer der Terror-Miliz IS. Das Foto zeigt al-Baghdadi 2014 in einer Moschee im Irak. Es sollte ein fröhliches Musikfest werden: Ein Plakat des «Ansbach Open 2016»-Festivals am 25. Juli. Polizisten vor der Unterkunft des Täters von Ansbach. (Photo by Lennart Preiss/Getty Images) Der Eingang des ehemaligen Hotels und der späteren Flüchtlingsunterkunft. Trauer um die Opfer: Menschen haben Blumen in der Nähe des Tatorts niedergelegt. Ermittler der Polizei am Tatort. Polizisten diskutieren in der Nähe des Tatorts in Ansbach. Ermittler schaffen mögliches Beweismaterial aus der Flüchtlingsunterkunft, wo der Attentäter in Ansbach gewohnt hatte. Die Polizei durchsucht das Flüchtlingsheim in Ansbach. Sondereinsatzkräfte sichern die Strasse in Ansbach, in der der Täter aus Syrien vor dem Anschlag gelebt hatte. Ein Leichenwagen verlässt die abgesperrte Zone in Ansbach. Augenzeuge Thomas Trzybinski: «Nach dem, was jetzt in München passiert ist (...) und was man so hört, ist es schon sehr beunruhigend, wenn man weiss, was passieren kann.» Die Umstände deuten für den bayrischen Innenminister Joachim Herrmann auf einen islamistischen Anschlag hin, auch wenn das noch nicht erwiesen sei: Joachim Herrmann an einer Medienkonferenz. In der Innenstadt von Ansbach gab es eine Explosion: Ein Grossaufgebot an Polizei und Feuerwehr ist im Einsatz. (25. Juli 2016) Im Rucksack des Tatverdächtigen wurde Sprengstoff gefunden. (25. Juli 2016) Ein Polizist nähert sich dem verdächtigen Rucksack. (25. Juli 2016) Der Tatort wird weiträumig abgeriegelt. (25. Juli 2016) Explosion war kein Unfall: Ein Polizist riegelt die Strasse ab. (25. Juli 2016) Mehrere Verletzte werden in die Spitäler gebracht. (25. Juli 2016) Zeugen sprechen von bis zu zwei Detonationen: Feuerwehr in Ansbach. (25. Juli 2016) Die Innenstadt von Ansbach wurde abgesperrt, die Anwohner konnten eine zeitlang nicht in ihre Wohnungen. (25. Juli 2016) Die Ansbacher Bürgermeistern Carda Seidel spricht an einer Pressekonferenz. (25. Juli 2016) Der Notfallarzt Peter Seyerlein beantwortet die Fragen der Medien. (25. Juli 2016) Ist nach Ansbach gereist: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. (25. Juli 2016) Weil der Täter nicht auf das Gelände des Musikfestival gelassen wurde, zündete er die Bombe vor dem Eingang. (25. Juli 2016)

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(jroa/foa/chk/sda/ap/afp)