Familiendrama in Lörrach

16. Juni 2011 16:41; Akt: 16.06.2011 16:42 Print

Täter schlug ohne Vorwarnung zu

Nach dem Familiendrama in Lörrach mit drei Toten hat die Polizei erstmals mit der Frau sprechen können, welche die Tragödie überlebt hat. Offenbar schlug der Täter ohne Warnung zu.

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Auf einem dieser Balkone nahm sich der Täter das Leben. (Bild: newspictures.ch/Kristoff Meller)

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In den Gesprächen mit der Polizei gab die 37-Jährige an, von ihrem Ex-Mann vor einer Woche mit einer Schusswaffe bedroht und niedergeschlagen worden zu sein. Zuvor habe ihr der 59-Jährige abgepasst, als sie von der Arbeit nach Hause kam, teilten am Donnerstag die Polizeidirektion und die Staatsanwaltschaft Lörrach mit.

Nach der Attacke verlor die Frau das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kam, schleppte sie sich aus ihrer Wohnung und suchte Hilfe bei einem Nachbarn.

Der Frau geht es besser

Der Gesundheitszustand der lebensgefährlich verletzten Frau hat sich inzwischen weiter gebessert, wie es in der Mitteilung heisst. Die Frau habe vor dem Drama keinen Kontakt mit dem Täter gehabt, Drohungen oder Belästigungen habe es nicht gegeben. Die Polizei sucht nun nach der Schusswaffe.

Der 59-jährige Täter, der 2005 seine Ex-Frau vergewaltigt und mit heissem Öl übergossen hatte, erschlug zuerst den gemeinsamen 19-jährigen Sohn und dann den 34-jährigen Lebensgefährten seiner früheren Gattin. Danach nahm er sich das Leben

Täter war schon früher im Gefängnis

Die Ehe der aus der Dominikanischen Republik stammenden Frau und des 59-jährigen Mannes, eines Deutschen, wurde laut den Behörden 2006 geschieden. Zuvor war der Mann bereits einmal gewalttätig geworden und hatte seine Frau 2005 vergewaltigt und mit heissem Öl überschüttet. Er wurde darauf zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, wurde später aber nicht mehr aktenkundig.

Dies ist bereits die zweite Bluttat innert Jahresfrist in der deutschen Kleinstadt. Erst im September 2010 waren bei einem Amoklauf vier Menschen ums Leben gekommen. Eine 41-jährige Frau tötete ihren Ehemann, den gemeinsamen Sohn sowie einen Krankenpfleger und kam dann in einem Schusswechsel mit der Polizei selbst zu Tode. Die Behörden gingen damals ebenfalls von einer Beziehungstat aus.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • niedermann am 16.06.2011 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Samthandschuhe Schweizer strafrecht

    Täter war schon früher im Gefängnis

  • einer der entsetzt ist am 16.06.2011 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    viel zu milde Strafen

    einfach nur schlimm! Aber was ich noch schlimmer finde ist, dass ein Mann der seine Frau vergewaltigt und mit heissem Öl übergossen hatte nach 5 Jahren bereits wieder frei ist! Das Resultat von viel zu milden Strafen sieht man hier wiedereinmal ganz deutlich!

Die neusten Leser-Kommentare

  • niedermann am 16.06.2011 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Samthandschuhe Schweizer strafrecht

    Täter war schon früher im Gefängnis

  • einer der entsetzt ist am 16.06.2011 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    viel zu milde Strafen

    einfach nur schlimm! Aber was ich noch schlimmer finde ist, dass ein Mann der seine Frau vergewaltigt und mit heissem Öl übergossen hatte nach 5 Jahren bereits wieder frei ist! Das Resultat von viel zu milden Strafen sieht man hier wiedereinmal ganz deutlich!