Philippinen

16. Juli 2014 04:27; Akt: 16.07.2014 16:49 Print

Taifun Rammasun reisst 25 Menschen in den Tod

Mit bis zu 185 Kilometern pro Stunde fegte Taifun Rammasun über Manila hinweg. Der Sturm hat mindestens 25 Menschenleben gefordert.

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Taifun Rammasun hat auf den Philippinen mindestens 25 Menschen in den Tod gerissen. Der Wirbelsturm zog am Mittwoch über den Nordosten des Inselstaats. Windböen von bis zu 170 Kilometern pro Stunde verwüsteten Landstriche und lösten schwere Überschwemmungen aus.

Tausende Bäume und Strommasten knickten um, Strassen wurden verschüttet, und Millionen Menschen waren ohne Strom, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Einige der Opfer wurden von umstürzenden Bäumen und Wänden erschlagen, andere ertranken in angeschwollenen Flüssen oder wurden vom Blitz getroffen. Mehr als 420'000 Menschen in den östlichen Provinzen der Philippinen hatten aus Angst vor Rammasun ihre Häuser verlassen.

Stillstand in Manila

In der Hauptstadt Manila mit ihren zwölf Millionen Einwohnern kam das öffentliche Leben zum Stillstand, Schulen waren geschlossen, auch die Börse stellte den Handel ein. Vier Stunden lang tobte der Sturm über der Hauptstadt. Der Flughafen in Manila war stundenlang geschlossen, etwa 250 Flüge fielen aus. Küstennahe Stadtteile standen teilweise unter Wasser.

Entwurzelte Bäume, umgerissene Strassenlaternen und herab gestürzte Wellblechdächer und Strassenschilder versperrten Rettungsdiensten den Weg. Nach Angaben der Wetterbehörde soll der Taifun bis Donnerstagnachmittag (Ortszeit) die Philippinen verlassen und Kurs auf Vietnam nehmen.

Ohne Strom und Telefon

Die wichtigsten Aufgaben der Helfer seien nun, die Menschen zu versorgen sowie Strom- und Telekommunikationsverbindungen wieder herzustellen, sagte ein Sprecher von Präsident Benigno Aquino III. Es werde etwa drei Tage dauern, bis die Stromversorgung im Osten des Landes wieder hergestellt sei, sagte Energieminister Jericho Petilla.

Im Gegensatz zu früheren Sturmkatastrophen waren die Philippinen diesmal besser vorbereitet. Die Behörden hatten die Bewohner vorgewarnt.

Bilder von Tacloban unvergessen

Vielen sind die schrecklichen Bilder von Tacloban und Umgebung weiter südlich noch in Erinnerung, wo Taifun Haiyan im November verheerende Schäden anrichtete. Damals unterschätzten Behörden und Anwohner die Sturmfluten, die teils Hunderte Meter ins Land rollten.

Mehr als 6200 Menschen kamen ums Leben, Hunderttausende Häuser wurden zerstört. Vier Millionen Menschen verloren ihr Heim.

(ann/sda)