05. April 2005 15:20; Akt: 05.04.2005 15:21 Print

Tanklasterfahrer starb in Flammenmeer

Ein Tanklastwagen mit 30.000 Litern Heizöl ist nach einem Unfall auf der A 7 bei Schleswig verbrannt.

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In dem Flammenmeer verbrannte der 36-jährige Fahrer. Sein 25-jähriger Beifahrer sowie zwei weitere Unfallbeteiligte konnten sich kurz nach Mitternacht mit nur leichten Verletzungen in Sicherheit bringen, wie Axel Wichmann von der Autobahnpolizei Schleswig mitteilte. Eine Stunde lang loderten die Flammen 30 bis 40 Meter hoch. Ein Teil der Heizöl-Ladung versickerte in der Erde.

Der dänische Tanklastzug mit Anhänger hatte in Hamburg Heizöl geladen. Er war auf dem Rückweg nach Dänemark, als er gegen 0.40 Uhr rund fünf Kilometer nördlich von Schleswig auf der Autobahn aus unbekannter Ursache gegen die Aussenleitplanke fuhr, ins Schleudern geriet, gegen die Mittelleitplanke prallte und schliesslich umkippte. Dem Beifahrer, der geschlafen hatte, gelang es, seinen Gurt zu lösen und aus dem Führerhaus zu springen. Im selben Moment fuhr ein weiterer Lastwagen auf den Anhänger auf, und beide Fahrzeuge fingen Feuer. Sekunden später prallte auch noch ein Pkw in die Unfallstelle. Sowohl der 61-jährige Lkw-Fahrer als auch der 28-jährige Autofahrer konnten sich mit nur leichten Verletzungen in Sicherheit bringen.

Das Feuer konnte wegen der enormen Hitzeentwicklung erst nach mehr als einer Stunde und nur mit Hilfe der Bundeswehr-Flughafenfeuerwehr aus dem nahe gelegenen Tarp gelöscht werden. Die Autobahn war stundenlang gesperrt. Vor einer endgültigen Freigabe müsse geprüft werden, ob der Fahrbahnrand mit Heizöl verseucht sei, hiess es. Experten untersuchten ausserdem, ob die Fahrbahndecke abgefräst werden muss.

Die Polizei gab als Unfallursache menschliches Versagen an. Hinweise für eine Übermüdung des Fahrers zum Unfallzeitpunkt gebe es nicht, sagte Wichmann.

(ap)