Heftige Überschwemmungen

03. Oktober 2011 14:28; Akt: 03.10.2011 14:59 Print

Tausende sitzen auf Hausdächern fest

Die Taifune «Nesat» und «Nalgae» haben Tod und Verwüstung über die Philippinen gebracht. Jetzt zittern die Menschen in Vietnam, die bereits seit Tagen mit schweren Unwettern kämpfen.

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Bei Unwettern auf den Philippinen und in Vietnam sind mindestens 76 Menschen ums Leben gekommen. In beiden Ländern sind Millionen Menschen betroffen: Ganze Landstriche sind überschwemmt, Häuser zerstört und in den Fluten werden noch zig Menschen vermisst.

Auf den Philippinen starteten die Behörden am Montag Rettungseinsätze, um Essen zu den Einwohnern in den überschwemmten Gebieten zu bringen. Nach Angaben der Behörde für Zivilverteidigung sind fast drei Millionen Menschen von den Taifunen «Nesat» und «Nalgae» betroffen.

Die Fluten gehen langsam zurück. In der Umgebung der am stärksten betroffenen Stadt Calumpit nördlich der Hauptstadt Manila waren aber noch immer mindestens 15 Dörfer von der Aussenwelt abgeschnitten, wie Bürgermeister James de Jesus sagte. Evakuierungszentren seien mit rund 15 000 Menschen überfüllt. Unterdessen harrten viele Bewohner auf den Dächern ihrer Häuser aus und weigerten sich aus Angst vor Dieben, ihr Zuhause zu verlassen.

Heftige Regenfälle

Am Samstag war der Taifun «Nalgae» über die philippinische Hauptinsel Luzon hinweggezogen. Er brachte den bereits nach dem Durchzug von Taifun «Nesat» fünf Tage zuvor überschwemmten Gebieten weitere heftige Regenfälle.

Bei den Unwettern kamen 58 Menschen ums Leben, 34 werden noch vermisst. Etliche Menschen wurden verletzt. Die Taifune haben Schäden an der Infrastruktur und in der Landwirtschaft von umgerechnet mindestens 100 Millionen Euro angerichtet.

Obwohl in einigen Regionen wie Bulacan, Pampanga und Nueva Ecija die Fluten zurückgingen, waren viele Dörfer noch immer unerreichbar. Mittlerweile zogen die zwei Taifune «Nesat» und «Nalgae» von den Philippinen wieder weg. Es sei aber mit starken Monsun-Regen zu rechnen, warnte der Wetterdienst.

Taifun unterwegs Richtung Vietnam

Der Taifun «Nalgae» zog derweil von den Philippinen in Richtung Vietnam. Die nationale Wetterbehörde erwartete Windgeschwindigkeiten von bis zu 117 Kilometern pro Stunde.

Bereits in den letzten Tagen hatten die Menschen in Vietnam mit Unwettern zu kämpfen. In den vergangenen zehn Tagen starben 18 Menschen. Viele Opfer, darunter auch Kinder, ertranken, als ein Sturm über das Mekong-Delta wirbelte, teilte die nationale Behörde für Sturmprävention- und Flutkontrolle mit.

Starke Regenfälle und heftige Winde erreichten das Landesinnere vergangene Woche. Im Mekong-Delta wurden mehr als 20 000 Häuser und Zehntausende Hektar Reisflächen überschwemmt.

(Video: Youtube/NewsOnABC)


(Video: Youtube/bgramos425)

(Video: Youtube/AssociatedPress)

(sda/ap)