09. November 2007 07:38; Akt: 09.11.2007 08:50 Print

Terrorverdacht gegen Schweizer fallen gelassen

Ein Schweizer, der in Neuseeland unter Terrorverdacht festgenommen worden war, ist gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt worden. Er muss sich allerdings wegen illegalen Waffenbesitzes verantworten.

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Der 23-Jährige war Mitte Oktober zusammen mit 16 anderen bei Razzien in Camps festgenommen worden, in denen nach Angaben der Polizei eine paramilitärische Ausbildung stattfand.

Ein Gericht in Auckland entliess den Schweizer und drei andere aus der Haft, nachdem der Justizminister Anklagen unter dem neuseeländischen Anti-Terror-Gesetz ausgeschlossen hatte.

Der Schweizer müsse sich wie die anderen am 3. Dezember wegen Waffenbesitzes vor Gericht verantworten, sagte der Richter. Darauf steht im Falle eines Schuldspruchs eine Gefängnisstrafe von bis zu vier Jahren.

In den Trainingscamps wurden nach Angaben der Polizei Umweltschützer und Aktivisten, die sich für mehr Rechte für die Ureinwohner, die Maori, einsetzen, ausgebildet. Bei den Razzien in einem abgelegenen Gebiet auf der Nordinsel wurden Waffen und selbstgebaute Sprengsätze beschlagnahmt.

(sda)