Armbrust-Morde in Passau

14. Mai 2019 10:03; Akt: 14.05.2019 11:25 Print

Opfer starben durch Pfeile in Herz und Hals

Bei den drei Toten in Passau wurden im Zimmer Testamente gefunden. Zwei weitere Leichen wurden in der Wohnung einer Beteiligten entdeckt.

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Im Fall der drei Menschen, die in einer Pension in Deutschland mit Armbrustpfeilen getötet wurden, deutet das Obduktionsergebnis auf einen erweiterten Suizid hin. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass zwischen den Beteiligten eine Auseinandersetzung stattgefunden habe.

Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass eine vierte Person an dem Geschehen beteiligt gewesen sein könnte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft im bayerischen Passau am Dienstag. Die Ermittler leiteten nun weitergehende Untersuchungen ein, ob der 53 Jahre alte Mann und die Frauen im Alter von 33 und 30 Jahren unter Einfluss von Medikamenten, Alkohol oder Drogen standen.

Zwei Testamete

Die Obduktion der Leichen ergab, dass ein 53-jähriger Mann und eine 33-jährige Frau, die gemeinsam in einem Bett lagen, jeweils durch einen Schuss ins Herz getötet wurden. Bei einer 30-Jährigen, die in dem Zimmer auf dem Boden lag, sei ein Schuss in den Hals sofort tödlich gewesen.

Es deute alles darauf hin, dass die 30-Jährige erst die beiden anderen und dann sich selbst erschossen habe. Man könne das Geschehen auch als erweiterten Suizid betrachten.

Die beiden Leichen im Bett hätten weitere Pfeile aufgewiesen, die den Erkenntnissen nach jedoch erst nach den tödlichen Schüssen ins Herz abgeschossen worden seien. Bei keiner der drei Leichen gebe es Kampf- oder Abwehrspuren. Zudem seien in dem Pensionszimmer zwei Testamente gefunden worden, die von den beiden im Bett liegenden Personen stammten, sagte der Sprecher.

Weitere Leichen

Mitarbeiter der Pension hatten am Samstag den 53-jährigen Mann und zwei 33 und 30 Jahre alte Frauen tot in einem Zimmer gefunden. Die Ermittler stellten drei Armbrüste sicher.

Am Montag entdeckten Ermittler dann in der Wohnung der 30-Jährigen in Niedersachsen zwei weitere Leichen. Bei den beiden toten Frauen wurden laut Polizei keine Armbrüste oder Pfeile gefunden. Eine der beiden Frauen soll die Lebenspartnerin der in Passau gestorbenen 30-Jährigen gewesen sein.

(sda)