Sturm in Europa

01. November 2018 14:55; Akt: 01.11.2018 15:03 Print

Zwei Unwetter-Tote an der Schweizer Grenze

Schwere Unwetter legen Teile von Europa lahm. Mindestens 15 Menschen sind in Italien ums Leben gekommen.

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Der Sturm hinterlässt Verwüstung. Eine Böe riss einen grossen Teil des Dachs einer mittelalterlichen Festung mit. Die Burg steht in der Nähe von Salzburg. Der Schaden wird auf mehrere Hundertausend Euro geschätzt. Der Burgverwalter möchte das Dach so schnell wie möglich reparieren. In den nächsten Tagen wird erneut Regen erwartet. Davide Natale (21) wurde Opfer des Sturms in Italien: In der Nähe von Neapel wurder er von einem Baum erschlagen. Er starb noch im Spital. Die Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen lähmt seit Tagen weite Teile Italiens. Wegen der Unwetter wurden in der nordwestlichen Region Ligurien alle Häfen geschlossen. Ankommende Schiffe müssten vor der Küste auf ein Ende des Sturmes warten, teilte Regionalpräsident Giovanni Totti am Montagabend mit. In Venedig löste starker Scirocco-Wind im Zusammenspiel mit Hochwasser in der Lagune die als «Acqua Alta» bekannten Überschwemmungen aus: Ein Mann sitzt in Venedig in einem überfluteten Restaurant. (29. Oktober 2018) Der Scirocco-Wind hat im Zusammenspiel mit dem Hochwasser die Überschwemmungen in Venedig ausgelöst. Der Markusplatz stand 1,56 Meter tief unter Wasser, Restaurants und Bars wurden überflutet. In der Region Venetien wurden Überschwemmungen und Erdrutsche befürchtet. Schulen in der gesamten Region, in der auch Venedig liegt, blieben am Montag geschlossen. (29. Oktober 2018) In Venedig wurde am Nachmittag ein Hochwasser von 150 Zentimetern erwartet - so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr. Schon am Sonntag war der Markusplatz überflutet, die Menschen bewegten sich - wie in solchen Situationen üblich - auf Holzstegen fort. Touristen haben es in Venedig zurzeit nicht leicht. In Norditalien nahe Udine kam es nach Starkregen zu Überflutungen. Auch Rom wurde vom Unwetter getroffen. Der Sturm entwurzelte zahlreiche Bäume. In Rom blieben Schulen und Kindergärten geschlossen, die Menschen sollten nach Möglichkeit zuhause bleiben. Auf der Insel Elba stürzte ein historischer Bergwerks-Steg im Meer ein. (28. Oktober) Im Südtirol ging am Sonntag eine Mure auf die Brenner-Autobahn nieder. (28. Oktober 2018) Die wichtige Verkehrsachse zwischen Österreich und Italien musste zwischen Brenner und Sterzing gesperrt werden, wie der Betreiber mitteilte. Ein Orkan hat am Sonntag im österreichischen Kärnten als Vorbote erwarteter Überflutungen Dächer abgedeckt und rund 1400 Haushalte von der Energieversorgung abgeschnitten. Heftige Unwetter haben auch weite Teile Italiens getroffen: Eine Strasse in Davagna, Genua. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben.

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(20 Minuten/sda)