Nach Afrika-Mission

30. Juli 2014 04:51; Akt: 30.07.2014 13:42 Print

Toter Junge in Fahrwerk von US-Maschine

Im Fahrwerkschacht eines Transportflugzeugs des US-Militärs ist am Sonntag in Ramstein (D) ein toter Junge entdeckt worden. Das Flugzeug war acht Tage in Afrika gewesen.

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Soldaten haben am Luftwaffenstützpunkt Ramstein im Fahrwerk einer US-Militärmaschine die Leiche eines blinden Passagiers entdeckt.

Bei dem Toten handele es sich vermutlich um einen Jungen aus Afrika, teilte Pentagonsprecher John Kirby am Dienstag mit. Nach der Landung des Transportflugzeugs auf der Basis in Rheinland-Pfalz hätten Luftwaffenmitarbeiter am Sonntag zunächst einen orangefarbenen Stoff aus dem Fahrwerkschacht herausragen sehen. Als sie daraufhin am nassenMaterial zogen, stiessen sie im Innern auf einen toten Jungen.

Das Transportflugzeug war vor seinem Stopp in Deutschland auf einer Routinemission in Afrika und machte dabei unter anderem im Senegal, Mali, dem Tschad und Tunesien Halt. Erste Anzeichen deuteten darauf hin, dass der Junge in Mali in die Maschine geklettert sei, sagte ein ranghoher US-Vertreter.

«Wir werden ermitteln, was da passiert ist»

Wie der blinde Passagier an Bord einer US-Militärmaschine gelangen konnte, sei unklar, sagte Pentagonsprecher Kirby. Auch gebe es keine Informationen darüber, wie gut das Flugzeug während seiner Stopps in Afrika bewacht gewesen sei. Die Sicherheit würde nun offensichtlich geprüft, sagte Kirby. «Wir werden ermitteln, was da passiert ist, und wenn es eine Kurskorrektur vorzunehmen gilt, werden wir das tun.»

Die Leiche des Jungen wurde nicht bei routinemässigen Checks vor und nach den Flügen, sondern bei detaillierteren Wartungsinspektionen am Flugzeug entdeckt, fügte Kirby hinzu. Wie das Opfer starb, sei auch unklar. Demnach wurde der Leichnam deutschen Behörden für eine Autopsie und eine mögliche Identifizierung übergeben.

(ann/sda)