Überdosis Heroin

17. Juli 2014 03:56; Akt: 17.07.2014 10:08 Print

Toter Manager – Callgirl weist Vorwürfe zurück

Auf nicht schuldig plädiert Callgirl Alix Tichelman. Im November 2013 soll sie dem Google-Manager Forrest Hayes Heroin gespritzt und den Sterbenden dann hilflos zurückgelassen haben.

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Das Callgirl Alix Tichelman, das dem Google-Manager Forrest Hayes auf dessen Yacht eine Überdosis Heroin gespritzt haben soll, hat vor einem Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien auf nicht schuldig plädiert. Die 26-Jährige muss dennoch weiterhin in Haft bleiben.

Die Kautionssumme von 1,5 Millionen Dollar kann Tichelman nicht aufbringen. Die Frau ist wegen Totschlags, Heroin-Besitzes, Prostitution und anderer Straftaten angeklagt. Sie war Anfang Juli festgenommen worden, weil sie vergangenen November Hayes nach einer Überdosis hilflos zurückgelassen haben soll.

Festes Verhältnis für mehrere 1000 Dollar

Tichelman soll mit dem 51-Jährigen regelmässig gegen Geld Sex gehabt haben. Die beiden hatten sich über eine Website kennengelernt, auf der junge Frauen wohlhabenden Männern für mehrere tausend Dollar im Monat ein festes Verhältnis anbieten.

Bei den Heroin-Vorwürfen stützen sich die Ermittler auf ein an Bord der Yacht beschlagnahmtes Überwachungsvideo. Die Aufnahmen vom November 2013 zeigen, wie die Frau dem Google-Manager eine Spritze setzt und der 51-Jährige daraufhin in Ohnmacht fällt.

Drogenkonsum im gegenseitigen Einverständnis

Statt zu helfen oder den Notarzt zu rufen, habe Tichelman in aller Ruhe ihre Sachen einschliesslich des Heroins und der Spritze zusammengepackt, ihr Glas Wein ausgetrunken und das Schiff verlassen, berichtete die Polizei. Die Leiche des verheirateten Vaters von fünf Kindern wurde am nächsten Tag gefunden.

Anwalt Larry Biggam sagte am Mittwoch vor Journalisten, seine Mandantin habe keinerlei Absichten gehabt, den Manager zu verletzen oder gar zu töten. Die beiden hätten im gegenseitigen Einverständnis Drogen genommen.

(ann/sda)