Wunder am Nil

13. Mai 2012 01:15; Akt: 13.05.2012 01:52 Print

Totgeglaubter lebte noch

Ein 28-jähriger Ägypter war einem Herzanfall erlegen und sollte beerdigt werden. Doch eine Ärztin stellte fest, dass er noch lebte und reanimierte ihn - und seine in Ohnmacht gefallene Mutter.

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Die Beerdigung Hamdi Hafez al-Nubi. (Bild: alwafd.org)

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Manchmal leben Totgeglaubte tatsächlich länger: Im Süden Ägyptens ist ein junger Kellner nach seinem vermeintlichen Ableben während seiner Beerdigung wieder aufgewacht. Der 28-jährige Hamdi Hafez al-Nubi hatte zuvor bei der Arbeit in der südlichen Provinz Luxor einen Herzanfall erlitten, Krankenhausmitarbeiter erklärten ihn daraufhin für tot.

Als Verwandte den vermeintlichen Leichnam nach Familienangaben für die Bestattung vorbereiten wollten, wurde eine Ärztin kurz vor Unterzeichnung der Sterbeurkunde jedoch stutzig: Sie bemerkte, dass sich der Körper warm anfühlte. Und tatsächlich: Al-Nubi lebte noch. Von der guten Nachricht überwältigt, fiel seine Mutter erst einmal in Ohnmacht. Als sie und ihr Sohn mithilfe der Ärztin wieder zu sich kamen, verwandelte sich die Trauerfeier vom Freitagabend in ein rauschendes Freudenfest.

Chinesin entstieg Sarg

Der Fall erinnert an die 95-jährige Chinesin Li Xiufeng, die im Februar aus ihrem eigenen Sarg gestiegen war. Tage zuvor war sie von einem Nachbarn bewegungslos auf ihrem Bett gefunden worden. Dieser nahm an, die alte Frau sei einer Kopfverletzung erlegen, die sie sich zuvor bei einem Sturz zugezogen hatte.

Nach chinesischer Tradition wurde sie in ihrem Haus aufgebahrt, damit Verwandte und Freunde von der Verstorbenen Abschied nehmen konnten. Doch einen Tag vor der Beerdigung fanden sie den Sarg zu ihrem grossen Erstaunen leer vor - Li Xiufeng war inzwischen aufgewacht. Sie fanden die rüstige Rentnerin schliesslich in der Küche, wo sie gerade eine Mahlzeit zubereitete.

(kri/ap)