Sex mit Tieren

21. April 2010 23:25; Akt: 22.04.2010 09:39 Print

Tut die Polizei zu wenig gegen Sodomiten?

von Marlene Kovacs - Nach privaten Hinweisen hat die Polizei Hund und Computer eines bekennenden Sodomiten (23) beschlagnahmt. Laut Tierschützern werden die Zoophilen aber polizeilich viel zu wenig verfolgt.

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Die Tierschützerin Edith Zellweger jagt Zoophile im Internet. (Marlene Kovacs)

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«Anfang März bekam ich einen Tipp aus Deutschland, dass es sich bei D. B.* um einen Sodomiten handeln könnte», so Edith Zellweger, Leiterin der aktiven Tierschutzgruppe Salez SG.

Seither verbrachte sie Tag und Nacht vor ihrem Computer – und wurde auf einschlägigen Internetseiten fündig. Auf einem Zoophilen-Forum schrieb der 23-jährige Hundebesitzer aus dem Kanton Basel-Landschaft unter dem Usernamen Hundenase über seine sexuellen Vorlieben: «Also Arschkriechen finde ich geil, aber nur bei Hunden», oder: «Natürlich wäre es schön, mit einer Hündin Welpen zu machen.»

Zellweger leitete das Material an die Behörden weiter. Letzte Woche durchsuchte die Polizei sein Haus. «Dabei wurden verschiedene Datenträger sowie sein Hund beschlagnahmt», bestätigt Ludovica Del Giudice, Sprecherin des Statthalteramtes Arlesheim auf Anfrage. Eine Untersuchung wegen Verdachts auf sexuelle Handlungen mit Tieren und wegen verbotener Pornographie wurde eingeleitet. Für Edith Zellweger ist der Fall aber noch lange nicht abgeschlossen. «Der weltweite Sodomiten-Ring sollte gesprengt werden», so Zellweger. Deshalb fordere sie auch die Behörden zu mehr Recherchen in diesem Bereich auf.

Andere Tierschützer schlies­sen sich dieser Forderung an: «Bei der Polizei hat die Jagd nach Sodomiten nicht oberste Priorität. Sodomie-Fälle sollten konsequenter verfolgt werden», sagt Vanessa Gerritsen von der Stiftung für das Tier im Recht.

* Name der Redaktion bekannt

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lisa am 22.04.2010 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wie weit wird das noch gehen?

    Kinder- und Tiermissbrach ist genau das gleiche...sie können sich beide nicht wehren. Wie kann man nur sagen "Solange es beiden Spass macht, wiso nicht" (Zitat Marco)...ich finde dies einfach nur krank...! Ein Meinsch und ein Tier ist einfach nicht gleich gebaut...dass kann zu schlimmen Verletzungen und viel Schmerz führen. Lasst doch die Tiere Tiere sein.

  • Michel Wehner am 22.04.2010 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    Abgründe

    Sollen sich Leute darum kümmern die ein dickeres Fell haben als ich. Ich kann und will von solchen Abgründen der menschlichen Rasse nichts wissen. Es ist sowas von Ekelhaft und Abartig dass ich an meinen Verstand zweifeln würde wenn ich täglich mit solchen Dingen konfrontiert werden würde. Aber es sind nicht "nur" Männer. Es gibt auch solche Frauen!!!

  • so nicht! am 28.04.2010 00:22 Report Diesen Beitrag melden

    vor allem Frustabbau

    Hallo Alesandro Ich kann Ihnen nur Recht geben: Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Und darüberhinaus kann sich mal wieder auf eine Randgruppe gestürzt werden, die anders ist als man selbst. Wunderbar zu sehen gleich in dem auf Ihren folgenden Beitrag: "abartig", "krankhaft", usw. Also einleuchtende Argumente sehen anders aus und können m.E. nur wirklich von der Wissenschaft geleistet werden, nicht von hysterischen oder übertrieben emotionalen Menschen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wisa am 05.12.2011 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Auf so etwas kommen nur Menschen!

    Sodomie hört oft nicht mit der einfachen Vergewaltigung auf. Oft ist das Verlangen nach absoluter Erniedrigung groß. Erst wenn das Tier starke Schmerzen hat oder man es geschafft hat ein Tier zu trainieren, sind Sodomisten befriedigt. Klar ist es nicht weniger schlimm, wenn ein Tier "einfach nur" geschlagen wird, aber z.B. Tierbordelle mit Sklaven zu halten, ist absolut krank. Das Thema sollte man nicht so leichtfertig abtun! Und Kinder können sich irgendwie äußern, Tiere nicht.

    • S.W. am 27.05.2013 12:05 Report Diesen Beitrag melden

      Richtigstellung

      Auch kleine Kinder können sich nicht äussern!!!

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  • Thamara Kollmann am 12.10.2010 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Fragliche Vorgehensweise

    Ich frage mich wie man Tiermissbrauch überhaupt nachweisen will. Ich meine einem Pferd wird man ja wohl kaum ansehen ob da mal ein Mann drin war geschweigedenn welcher Mann. Die sind sich wohl grösseres Gewohnt. Und einem Hund? Sollte man da tatsächlich was sehen kann das ja auch der Rüde des Nachbarns sein der regelmässig drüberging. Einem Rüden wiederum wird man kaum zu einem Geständnis bringen das er sein Frauchen bestiegen hat. Das Einzige was noch bliebe wären Verletzungen der Tiere. Und dafür gibt es ja das Tierschutzgesetz Ich finde den ganzen Bericht und das vorgehen etwas komisch.

  • so nicht! am 28.04.2010 00:22 Report Diesen Beitrag melden

    vor allem Frustabbau

    Hallo Alesandro Ich kann Ihnen nur Recht geben: Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Und darüberhinaus kann sich mal wieder auf eine Randgruppe gestürzt werden, die anders ist als man selbst. Wunderbar zu sehen gleich in dem auf Ihren folgenden Beitrag: "abartig", "krankhaft", usw. Also einleuchtende Argumente sehen anders aus und können m.E. nur wirklich von der Wissenschaft geleistet werden, nicht von hysterischen oder übertrieben emotionalen Menschen.

    • egal am 05.12.2011 17:38 Report Diesen Beitrag melden

      kann doch egal sein

      das ist schwachsinn... menschen die anders sin? heisst das wenn man dadrauf steht Kinder zu vergewaltigen ist man auch "anders" und dann ist gut? das ist genau das gleiche

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  • P.S. am 26.04.2010 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    sprachlos

    Wie krank muss die Menschheit noch werden, bis der letzte hier kapiert und sieht, wie krank das bereits schon ist? Klar, vergehen an Kinder sind schlimmer, ist hier aber nicht das Thema!! Das Thema ist etwas abartiges und krankhaftes! Was geht in einem Menschen vor, der dies auch noch verharmlost und als normal anschaut? Ich glaub, ich bin im falschen Film!!!!

  • Alesandro Schneider am 25.04.2010 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Hätte es nicht gereicht...

    ...einen Amtstierarzt oder -veterinär nach dem Rechten schauen zu lassen? Zumal ich nicht glaube, dass diese Berufsgruppe besondere Sympathien für "Sodomiten" hegen dürfte. Wenn sexuelle Kontakte zwischen Mensch und Tier tatsächlich solch schwere psychische und physische Schäden anrichten, wie hier bisweilen angenommen wird, sollte es ein leichtes sein, dies feststellen zu lassen und entsprechend zu reagieren. Man hat das Gefühl, es wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Oder es soll an einem unbequemen Zeitgenossen ein Exempel statuiert werden.