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09. März 2010 12:11; Akt: 09.03.2010 17:07 Print

UBS droht Pornoproduzent mit Klage

Es geht heiss zu und her in den Schweizer Banken – zumindest wenn man dem Pornofilm «USB – Unsere Schweizer Bank» Glauben schenken will. Die UBS will das nicht tolerieren.

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Der Rechtsvertreter der UBS nennt es eine «untolerierbare, ehrenrührige Assoziation zwischen der UBS und der Pornoszene». Thomas Scheurer nennt es eine «Porno-Parodie mit aktuellem Anlass und Schweizer Bezug». Der Pornofilm «USB – Unsere Schweizer Bank» wird zum Zankapfel zwischen der Grossbank und der Firma Libosan. Nachdem Medien den Film des Geschäftsführers von Libosan und Pornoproduzenten Thomas Scheurer bekannt gemacht haben, droht ihm nun eine Klage der UBS – für den Film über spitze Bänker und geile Sekretärinnen.

Die Grossbank moniert, dass das Logo sowie der Schriftzug auf dem Filmcover die UBS in «unzulässiger und unzumutbarer Weise» in die Nähe der Pornoszene rücke, wie es im Schreiben der UBS-Rechtsvertreter an Libosan heisst. Unterzeichnet Geschäftsführer Scheurer bis Mittwoch 12 Uhr nicht die Unterlassungserklärung, welche ihm die Verwendung des Titels «USB – Unsere Schweizer Bank» und dem Logo aus drei übereinander angeordneten Schlüsseln verbietet, droht ihm eine Klage. Für Scheurer ist das Mumpitz: «Kein normaler Bürger kommt auf die Idee, die UBS produziere einen Porno.» Er argumentiert zudem damit, dass sowohl Logo als auch Schriftzug «stark verfremdet» seien. Entsprechend zuversichtlich gibt er sich für einen allfälligen Rechtsstreit, wie er gegenüber 20 Minuten Online sagt.

«Wir sind sehr zufrieden»

Erfahrung mit Klagen wegen «Namensmissbrauch» hat Scheurer bereits gesammelt. Die Gemeinde Riederalp hat gegen den Pornoproduzenten geklagt und verloren. Auch damals war ihm aber die Aufmerksamkeit der Medien sicher und liess die Kassen klingeln wie im aktuellen Fall. «Der Film hat sich sehr gut verkauft», sagt Scheurer. Wie viele schmutzige Einblicke er in das Bankenwesen der «USB» verkauft habe, will Scheurer nicht sagen. «Wir sind aber sehr zufrieden.»

Ob er tatsächlich die Unterlassungserklärung unterzeichnet, ist noch offen. «Ich werde es mir bis morgen noch überlegen», so Scheurer. Eines scheint aber bereits jetzt sicher: Gewonnen hat Scheurer schon – an Aufmerksamkeit. Die angedrohte Klage der Grossbank ist erneut Wasser auf seinen Mühlen. Wieso sich die Bank zu diesem Schritt entschieden hat und nicht einfach schwieg, war von der Bank nicht zu erfahren. Die UBS wollte lieber keinen Kommentar zu diesem Fall abgeben.

(amc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ray Ban am 09.03.2010 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Arbeitgeber

    >Schade ist mein Arbeitgeber korrekt und ehrlich, da kann man keinen Porno über meine Firma drehen!

  • Bankkunde am 09.03.2010 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    USB-Porno

    Beste Werbung für die Bank. Da ist das einzige das steigt neben den Boni.

  • P.Farrer am 09.03.2010 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Dings kein Bums

    Die Banken sollen die Hand die sie füttert nicht beissen! Egal was aber das Sexgeschäft ist nun mal kriesensicher und kein Industiezweig macht mehr Umsatz. Das Sexgeschäft ist nun mal auch in der Schweiz... ein Millionen- wenn nich Milliardengeschäft ... auch für die Banken !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bock Stich am 10.03.2010 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstmord der Finanzperversen

    Wir leben in einem zunehmend perversen Zeitalter, politisch, militärisch, juristisch, finanziell, konsumierend usw. Jedenfalls wird die UBS ist mit dieser PR-Klage kein Kundenvertrauen zurück holen dafür müsste sie sich schon eindeutig von ihrer Finanzperversion verabschieden, was sie bis heute standhaft unterlassen hat.

  • Ueli Fäh am 09.03.2010 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Haben die bei UBS keine anderen Sorgen?

    Glauben die wirklich, ein Gericht bewahrt sie vor Hohn und Spott? Den haben sie sich doch damit einmal mehr selber eingebrockt. Wieviele Juristen haben in und um die UBS wohl an diesem Erguss gearbeitet?

  • Marco Christen am 09.03.2010 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Haha Imageschaden

    Oh man, wie lächerlich ist das denn. Haha selten so gelacht. Wie will eine Bank einen Imageschaden haben welcher doch schon zerstört ist. Haha.

  • joe am 09.03.2010 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    gute werbung für den film...

    ubs du bist echt eine lachnummer. leider mit unseren kohlen! also runter vom ross und sich den wichtigen dingen zuwenden.

  • roger vollblut am 09.03.2010 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    gutes image

    der film hilft höchstens, wieder "lust" an der ubs zu bekommen. ich jedenfalls werde meinen kindern, grosskindern und urgrosskindern verbieten, jemals ein konto bei dieser bank zu eröffnen. bodenständigkeit hat sich bisher immer ausbezahlt.