02. November 2007 20:07; Akt: 02.11.2007 23:55 Print

US-AKW wegen Rohrbombe abgeriegelt

Das grösste Atomkraftwerk der Vereinigten Staaten ist «aus Sicherheitsgründen» abgeriegelt worden. Kurze Zeit später wird der Grund klar: Ein Arbeiter wollte eine Rohrbombe ins AKW schmuggeln.

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Das Kraftwerk im Staat Arizona wurde abgeriegelt, der Betrieb lief aber normal weiter, wie ein Sprecher der Palo Verde Nuclear Generating Station sagte. Einen terroristischen Hintergrund hielten die Behörden für unwahrscheinlich.

Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht, sagte Sprecher Jim McDonald. Der Sprengsatz sei unschädlich gemacht worden, sagte ein Polizeisprecher. Er befand sich den Angaben zufolge im Lastwagen des Mannes, war aber nicht versteckt. Der etwa 60 Jahre alte Beschäftigte, der als Ingenieur für den Einkauf von Material zuständig war, werde vernommen. Mit seiner Zustimmung werde auch seine Wohnung in Phoenix durchsucht. Anlagensprecher McDonald sagte, der Mann habe Zugang zu einigen geschützten Bereichen gehabt, aber nicht zu den Reaktoren.

Die Behörden beschrieben den Sprengsatz als ein etwa 15 Zentimeter langes geschlossenes Rohr mit verdächtigem Inhalt. Er sei vermutlich selbstgemacht. «Wenn dieses Ding auf der Ladefläche des Lastwagens hochgeht, reisst es sicherlich ein Loch hinein», sagte ein Sprecher der zuständigen Behörde. Trotz seiner groben Bauart hätte der Sprengsatz jemanden verletzen können, sagte Sprecher Tom Mangan.

Der Zwischenfall wurde als «ungewöhnliches Ereignis» eingestuft - die niedrigste der vier Notfallstufen in dem Atomkraftwerk.

Die Anlage westlich von Phoenix liefert Strom an rund vier Millionen Kunden in Arizona, New Mexico, Texas und Kalifornien.

(ap)