Nina Pham (26)

14. Oktober 2014 09:21; Akt: 14.10.2014 09:57 Print

US-Ebola-Patientin und ihr Hund werden betreut

Sie betreute den ersten Ebola-Patienten der USA, Thomas Duncan: Nina Pham, 26 Jahre alt. Jetzt steht sie selbst unter Quarantäne. Auch ihr Hund Bentley wird überwacht.

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Krankenschwester Nina Pham steht derzeit unter Quarantäne. Am 14. Oktober war ihr Zustand noch stabil.

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In den USA ist die an Ebola erkrankte Pflegerin identifiziert worden. Es handelt sich um die 26-jährige Nina Pham, berichtete der in Dallas ansässige TV-Sender WFAA am Montag.

Ein Pfarrer ihrer Kirche bestätigte die Angaben. Phams Mutter habe ihm gesagt, dass sich ihre Tochter mit Ebola infiziert habe, sagte er der Nachrichtenagentur AP.

Pham hatte im Texas Health Presbyterian Hospital den inzwischen an dem Virus gestorbenen Patienten Thomas Eric Duncan betreut und dabei laut der Klinik vollständige Schutzkleidung getragen.

Am Freitag meldete sie sich, weil sie Fieber hatte. Am Wochenende wurde sie positiv auf Ebola getestet. Das Virus wird durch Körperflüssigkeiten eines Patienten übertragen, der bereits Symptome der Krankheit zeigt.

Es ist das erste Mal, dass sich ein Mensch in den USA mit Ebola angesteckt hat. Pham wurde unter Quarantäne gestellt. Die 26-Jährige wird mit dem Blut eines Patienten behandelt, der Ebola überlebt hat.

Hund Bentley wird betreut

Phams Zustand ist stabil. Ihre Wohnung wird derzeit gründlich gereinigt. Auch der einjährige Cavalier King Charles Spaniel wurde aus der Wohnung geholt. Bentley werde an einem nicht näher genannten Ort «auf humane und liebevolle Weise» betreut, sagte der Bezirksrichter Clay Jenkins am Montag.

Die Sprecherin der Verwaltung von Dallas, Sana Syed, betonte, dem Hund werde es gut gehen. So werde er Spielzeug bekommen, während er abgeschirmt von der Öffentlichkeit beobachtet wird. Man werde auch Fotos von ihm machen und sie seinem Frauchen vorlegen, damit Pham sich keine Sorgen machen müsse, so die Sprecherin weiter.

In Spanien war kürzlich der Hund einer ebenfalls an Ebola erkrankten Krankenschwester eingeschläfert worden, was für grosse Empörung in dem Land sorgte. Örtliche Behörden begründeten den Schritt mit der Sorge, der Hund könnte das Ebola-Virus in sich tragen. Theoretisch können Hunde an dem Virus erkranken. «Bislang gibt es keine Berichte von infizierten Hunden oder Katzen, die den Virus an Menschen weitergegeben haben», hiess es aus dem US-Gesundheitsministerium.

(num/sda)