Australien

19. April 2019 11:12; Akt: 19.04.2019 11:12 Print

Vater rettet Kleinkind aus Maul eines Dingos

Ein 14 Monate alter Bub wurde beim Campen von Wildhunden angegriffen. In letzter Sekunde konnte er gerettet werden. Er wurde jedoch schwer verletzt.

Der Bub konnte gerade noch gerettet werden. (Video: Tamedia)
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Auf der australischen Insel Fraser Island hat ein campender Vater seinen kleinen Sohn offenbar im letzten Moment aus dem Maul eines Dingos befreit. Mehrere Wildhunde waren nachts in den Wohnwagen der Familie eingedrungen.

Die Dingos zerrten das 14 Monate alte Kleinkind von den schlafenden Eltern weg, wie örtliche Medien am Freitag berichteten. Demnach wachte der Vater erst vom Schreien des Kindes auf, als sich einer der Dingos bereits mit seinem Sohn in die Büsche schlagen wollte.

Der Mann sei sofort nach draussen gerannt, habe das Kind befreit und die Tiere verscheucht, schilderte ein Rettungssanitäter dem Sender ABC zufolge. Anschliessend konnte der Vater einen Notruf absetzen, obwohl die Familie in einem abgelegenen Teil der Insel campiert hatte und das Handynetz schlecht war.

Dritter Vorfall innert kurzer Zeit

Der schwer verletzte Bub wurde per Helikopter in eine Kinderklinik nach Brisbane geflogen. Er erlitt einen Schädelbruch und Fleischwunden am Kopf und Nacken.

Australischen Medien zufolge war es der dritte Vorfall dieser Art auf Fraser Island binnen kurzer Zeit. Im Januar war dort ein sechsjähriger Knabe von Dingos angefallen und schwer verletzt worden, als er eine Sanddüne hinaufrennen wollte. Im Februar fügte eine Meute der in Australien heimischen Wildhunde einem Neunjährigen und dessen Mutter Bisswunden zu.

Fraser Island liegt vor der Ostküste Australiens nördlich von Brisbane im Bundesstaat Queensland. Die grösste Sandinsel der Welt ist ein beliebtes Touristenziel - und Heimat von rund 200 Dingos. Die geschützten Tiere sind wichtig für das Ökosystem der Insel und dürfen nur bei akuter Gefahr von Wildhütern erlegt werden.

(vro/sda)