Weltumrundung

23. Juli 2014 23:46; Akt: 24.07.2014 10:57 Print

Vater und Sohn sterben bei Rekordflug

Haris Suleman (17) und sein Vater Babar wollten mit einem Flugzeug die Welt umrunden. Am Sonntag hätten sie nach Hause zurückkehren sollen. Doch dazu wird es nicht kommen.

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Er wollte der jüngste Pilot werden, der mit einer einmotorigen Maschine die Erde umrundet. Sein Wunsch kostete den Teenager Haris Suleman nun das Leben: Sein Flugzeug stürzte im Pazifischen Ozean ab. Nach der Leiche seines Vaters wird noch gesucht.

Schnellste Erdumrundung in einem einmotorigen Flugzeug

Die Maschine vom Hersteller Hawker Beechcraft, Modell Bonanza, sei kurz nach dem Abflug vom Flughafen Pago Pago in Amerikanisch-Samoa am Dienstagabend ins Meer gestürzt, bestätigte die Luftfahrtbehörde FAA. Sie waren demnach auf dem Weg nach Honolulu. Die Umstände des Unglücks seien unklar. Eine von der FAA präsentierte Seriennummer der Maschine liess sich auf ein US-Unternehmen und die Adresse von Babar Suleman in Plainfield im US-Staat Indiana zurückführen.

Von dort waren Vater und Sohn am 19. Juni für ihren Rekordversuch aufgebrochen: In nur 30 Tagen wollten sie die schnellste Erdumrundung in einem einmotorigen Flugzeug hinlegen, noch dazu mit dem jüngsten Piloten überhaupt. Mit der Aktion wollten sie Geld für Citizens Foundation sammeln, eine gemeinnützige Organisation, die in Pakistan Schulen baut. Unter anderem wegen Reisekrankheiten verfehlten sie ihre Zielmarke von 30 Tagen, wollten jedoch am kommenden Sonntag nach Hause zurückkehren.

Schwester: «Manchmal passieren Dinge nicht so wie geplant»

Die Schwester von Haris, Hiba Suleman, sagte, von der Reise habe ihr Vater schon seit Jahren geträumt, auch ihr Bruder habe es kaum erwarten können. Erst kürzlich hatte Haris seinen Pilotenschein bekommen und einen Befähigungstest absolviert. Letzteres berechtigte ihn dazu, ein Flugzeug über Ozeane zu lenken.

Ihr Vater und ihr Bruder hätten sich darin ausbilden lassen, eine Ozeanlandung zu machen, sagte Hiba am Mittwoch weiter. Zudem hätten sie beim Flug über Wasser Schutzkleidung getragen. Dass sie in der Nacht aufbrachen, sei ungewöhnlich. Ob dies jedoch mit zum Absturz geführt habe, könne sie nicht sagen. «Bei so einem Trip gibt es immer ein Risiko, und sie haben sich auf dieses Risiko vorbereitet. Man kann so viel planen wie man will, doch manchmal passieren die Dinge nicht so wie geplant.»

(sda)