Schwarzwald

19. Juni 2014 15:58; Akt: 20.06.2014 11:39 Print

Vergewaltiger starb durch 23 Messerstiche

Eine Woche nach der brutalen Vergewaltigung einer jungen Frau töteten Angehörige des Opfers den mutmasslichen Täter. Sie lockten ihn auf einen Parkplatz und stachen auf ihn ein.

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Hier stachen die zwei Familienangehörigen und der Bekannte 23 Mal auf den mutmasslichen Vergewaltiger ein. (Bild: DPA)

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Auf brutale Art rächten sich am Mittwoch Angehörige eines Opfers an dessen mutmasslichem Vergewaltiger. Die Frau war am 12. Juni laut Angaben der Polizei in Freiburg im Breisgau im deutschen Müllheim im Bundesland Baden-Würtemberg brutal vergewaltigt worden. Täter und Opfer kannten sich namentlich, standen aber in keiner Beziehung. Nach dem Flüchtigen fahndete die Staatsanwaltschaft mit einem Haftbefehl.

Doch nicht die Polizei, sondern vier Angehörige und Bekannte des Opfers konnten den Tatverdächtigen stellen, wie die «Badische Zeitung» schreibt. Am Mittwoch gegen 18 Uhr trafen diese den 27-Jährigen auf dem Pendlerparkplatz in Neuenburg, rund 35 Kilometer nördlich von Basel. Ob es sich beim Treffen um eine Verabredung gehandelt hat, ist nicht bekannt.

«Massive körperliche Gewalt»

Dabei kam es zu einer Schlägerei, wobei die vier Angehörigen laut Polizeiangaben «mit massiver körperlicher Gewalt auf den Tatverdächtigen einwirkten» und danach die Flucht ergriffen. Die alarmierten Rettungskräfte versuchten noch, den schwer Verletzten zu reanimieren, doch dieser starb vor Ort.

Die vier Angreifer wurden noch im Lauf der Nacht auf den Donnerstag an unterschiedlichen Orten verhaftet. Die Polizei sucht nach Zeugen.

(kmo)