13. April 2005 11:08; Akt: 13.04.2005 11:11 Print

Vergiftete Ponys auf dem Weg der Besserung

Die in der Nacht auf Dienstag mit Vergiftungserscheinungen ins Zürcher Tierspital eingelieferten Ponys sind auf dem Weg der Besserung.

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Der Zustand der Tiere ist stabil, wie Benjamin Sinniger, Direktor des Knies Kinderzoos, am Mittwoch sagte. Fünf Tiere waren nach dem Fressen von Akazien gestorben.

Die insgesamt 18 Ponys waren mit Vergiftungserscheinungen notfallmässig ins Tierspital Zürich gebracht worden. Für fünf Tiere kam jede Hilfe zu spät. Bis am Dienstagabend befanden sich noch vier bis sechs Tiere in kritischem Zustand. Im Laufe des Abend und der Nacht stabilisierte sich der Gesundheitszustand aller Tiere bis auf eines, wie Sinniger sagte. Dieses habe an Herzrhythmusstörungen gelitten. Eine Messung mit dem Elektrokardiogramm (EKG) habe aber gute Werte ergeben. «Bei neun Ponys kann bereits mit leichtem Anfüttern begonnen werden», erklärte der Zoodirektor. Vielleicht könnten die Tiere sogar bereits aufs Wochenende nach Rapperswil zurückkehren. Durch die Vergiftung verursachte Hirnschäden seien aber eine theoretische Möglichkeit, die nicht ausgeschlossen werden könne.

Eine Verwechslung hatte zu den Vergiftungen geführt. So hatten Mitarbeiter des Kinderzoos den Ponys statt Weidenholzstücke ähnlich aussehende Akazien verfüttert. Personelle Konsequenzen schliesst Sinniger aus. Die beiden betroffenen langjährigen und kompetenten Mitarbeiter seien am Boden zerstört. Es gehe nun darum die Leute wieder aufzubauen.

(ap)