Hollywood

20. Juni 2011 09:06; Akt: 20.06.2011 10:35 Print

Vergilbtes Monroe-Kleid unter den Hammer

Das berühmte weisse Kleid, das Marilyn Monroe 1955 in dem Billy-Wilder-Film «Seven Year Itch» trug, ist für umgerechnet rund 3,9 Millionen Franken versteigert worden.

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Am Samstag kam Marilyn Monroes berühmtes weisses Kleid aus «Das verflixte siebte Jahr» unter den Hammer. (Bilder: AP/Keystone)

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Bekannt ist das mittlerweile vergilbte Stück durch die Filmszene, in der ein Luftzug aus einem U-Bahnschacht das Kleid hochweht. Schauspielerin Debby Reynolds versteigerte am Samstag wahre Schätze der Hollywood-Geschichte. Die 79-Jährige trennt sich gezwungenermassen von ihrer Sammlung Filmkostüme, die Erinnerungen an die ganz grossen Kino-Momente der vergangenen 40 Jahre wachrufen: Marilyn Monroes berühmtes weisses Kleid aus «Das verflixte siebte Jahr», Audrey Hepburns schwarz-weisses Kleid aus «My Fair Lady» oder Elizabeth Taylors Kopfschmuck aus «Kleopatra».

«Ich betrachte mich als Fan», sagte Reynolds zu den Beweggründen der Sammlung, die sie über 40 Jahre zusammentrug. «Ich bin ein Fan, der das Glück hatte, unter Stars zu sein, also habe ich gesammelt. Das Auktionshaus Profiles in History rechnet damit, dass die 600 Stücke bis zu zehn Millionen Dollar einbringen könnten. Und das ist noch nicht alles - eine weitere Versteigerung soll im Dezember stattfinden.

Erlös soll Schulden bezahlen

Kostüme von Taylor machen einen grossen Teil der Sammlung aus. Und das, obwohl der Sänger Eddie Fischer sich einst von Reynolds scheiden liess, um Taylor zu heiraten. Die beiden Frauen versöhnten sich aber später, und Taylor unterstützte die Sammelleidenschaft Reynolds'. Andere Stücke gehörten früher Yul Brynner, Greta Garbo, Marlon Brando oder Julie Andrews.

Reynolds brachten die Kostüme allerdings kein Glück. Sie musste ihr Hotel und Museum in Las Vegas schliessen. Ein geplanter Umzug nach Tennessee fand nicht statt und letztes Jahr musste das Projekt schliesslich Insolvenz anmelden. Reynolds' Sohn Todd Fisher erklärte, mit dem Erlös der Auktion sollten die Gläubiger bedient werden.

(sda)