Schuhverrückte Kunden

26. Dezember 2011 15:16; Akt: 26.12.2011 15:53 Print

Verkaufsstart von Air Jordans - Polizei greift ein

Obelix würde sagen: «Die spinnen, die Amis!» Um ein Paar der limitierten Air-Jordan-Basketballschuhe zu ergattern, standen US-Kunden stundenlang Schlange. Andere prügelten sich gar.

Beim Verkaufsstart der neuen «Air Jordans» ist es in mehreren US-Städten zu Handgemengen gekommen.

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Raufereien, Vandalismus und mehrere Festnahmen: So liest sich die Bilanz des Verkaufsstarts eines neuen Basketballschuhs in den USA. Um sich ein Paar der nur in streng limitierter Auflage erhältlichen neuen «Air Jordans» des Herstellers Nike zu sichern, hatten Hunderte Kunden vor Öffnung der Geschäfte am Freitag bis zu sieben Stunden in der Schlange gestanden.

Bereits in der Nacht war es in einigen Städten zu Handgemengen gekommen. In einem Streit vor einem Einkaufszentrum im Staat New Jersey wurde ein 20-Jähriger niedergestochen. Im kalifornischen Richmond wurden vor einer Shopping-Mall wartende Kunden nach Hause geschickt, als am frühen Morgen Schüsse zu hören waren.

In Taylor im US-Staat Michigan verschafften sich rund 100 Kunden Zugang zu einem Einkaufszentrum, zerstörten die Dekoration und warfen Bänke um. Ein 21-jährigen Mann sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

In einem Vorort von Seattle hatten sich nach Angaben der Polizei bis 04.00 Uhr morgens etwa 1.000 Menschen vor einem Schuhgeschäft versammelt. Auch hier kam es zu Raufereien, bei denen mehrere Menschen leicht verletzt wurden.

Polizei geht mit Pfefferspray gegen Kunden vor

Die Polizei setzte Pfefferspray gegen 20 Kunden ein, die sich um die begehrten Schuhe schlugen. Ein 18-Jähriger wurde festgenommen, nachdem er einen Beamten geschlagen hatte. «Seine Schuhe hat er nicht bekommen, stattdessen sitzt er nun im Gefängnis», sagte Polizeisprecher Mike Murphy.

Nike veröffentlichte eine Erklärung, in der das Unternehmen die Gewalt verurteilte. «Die Sicherheit der Kunden ist das Wichtigste. Wir fordern jeden auf, der unser Produkt kaufen möchte, dies auf respektvolle und sichere Art und Weise zu tun», hiess es in der Mitteilung.

Der Verkaufsstart der «Air Jordans» hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder zu Gewalt geführt. Nachdem Nike die Schuhe 1984 erstmals anbot, waren mehrere Menschen überfallen und dabei sogar getötet worden.

«Ich verstehe nicht, warum sie für die Leute so wichtig sind», sagte Carlisa Williams, die in Tukwila zwei Paar Schuhe gekauft hatte, dem Fernsehsender KING-TV. «Letztlich sind es nur Schuhe. Sie sind es nicht wert, dafür sein Leben zu riskieren.»

Zuletzt war es auch am «Black Friday», dem traditionellen Start des Weihnachtsgeschäfts in den USA, in Einkaufszentren in mehreren Städten des Landes zu handgreiflichen Auseinandersetzungen unter Kunden gekommen.

(afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • W.Tell am 26.12.2011 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die Dummheit der Menschen

    Zwei Dinge sind unendlich. Das Universum und die Dummheit der Menschen, wobei ich.mir beim Universum noch nicht sicher bin. Zitat Albert Einstein

  • Hans Helming am 26.12.2011 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur ...

    Manchmal zweifle ich an der Integeligenz der Menschen.

  • Mathias am 26.12.2011 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Ghettokiddies! :))

    Nichts Ungewöhnliches in den Staaten; ich sage nur Black Friday. Da geht's noch viel rüder zu. Gegen solcherlei Anlässe ist ein iPhone-Launch eine ziemlich züchtige Prozession. Lustig aber, wie sich das Klischee der Nike-Jordan-Träger bestätigt: Im Video sieht man fast nur die üblich verdächtigten Ghettokiddies. Ich hoffe jedenfalls, das kleine Mädchen (siehe 00:17) hat den Run unbeschadet überstanden!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas am 26.12.2011 22:00 Report Diesen Beitrag melden

    Der ganz normale Wahnsinn

    Ich nenne das nur noch der ganz normale Wahnsinn! Das sind die Probleme an denen die Welt leidet. Man muss nur den Artikel lesen: "Polizei geht mit Pfefferspray gegen Kunden vor" "wartende Kunden nach Hause geschickt, als am frühen Morgen Schüsse zu hören waren" "Wir fordern jeden auf, der unser Produkt kaufen möchte, dies auf respektvolle und sichere Art und Weise zu tun"

  • Simon Bianchi am 26.12.2011 20:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso?

    Wieso nur hat unser Gott den Schnupfen und Durchfall ansteckend gemacht und nicht Intelligenz und Liebe

    • Beobachter am 26.12.2011 23:18 Report Diesen Beitrag melden

      Solcher Wahn hat nichts mit Gott zu tun

      Nur Menschen, welche die Materie, Geld und andere vergängliche Dinge vergöttern, sind zu solchen Taten fähig. Es ist nicht Gottes schuld, dass die Menschen ihre Freiheit der Wahl für solchen Unsinn benutzen. Und Schnupfen ist im Übrigen nur ansteckend, wenn der Mensch keine genügende Immunabwehr vorweist und wie wird Durchfall übertragen, wenn nicht durch dieselbe Art wie Schnupfen?

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  • Hans Helming am 26.12.2011 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur ...

    Manchmal zweifle ich an der Integeligenz der Menschen.

  • W.Tell am 26.12.2011 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die Dummheit der Menschen

    Zwei Dinge sind unendlich. Das Universum und die Dummheit der Menschen, wobei ich.mir beim Universum noch nicht sicher bin. Zitat Albert Einstein

  • Mathias am 26.12.2011 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Ghettokiddies! :))

    Nichts Ungewöhnliches in den Staaten; ich sage nur Black Friday. Da geht's noch viel rüder zu. Gegen solcherlei Anlässe ist ein iPhone-Launch eine ziemlich züchtige Prozession. Lustig aber, wie sich das Klischee der Nike-Jordan-Träger bestätigt: Im Video sieht man fast nur die üblich verdächtigten Ghettokiddies. Ich hoffe jedenfalls, das kleine Mädchen (siehe 00:17) hat den Run unbeschadet überstanden!

    • John am 27.12.2011 05:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Man muss die Fotos anshauen...

      Matthias hat die Situation richtig zusammengefasst. Ghettokiddies.

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