06. April 2005 11:15; Akt: 06.04.2005 11:39 Print

Verkehrschaos in Rom

Im Vatikan sind am Mittwoch erneut die Kardinäle zu Beratungen zusammengekommen. Der Pilgerstrom zur Peterskirche, wo der Tote aufgebahrt ist, schwillt weiter an.

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Schätzungen zufolge sind bereits eine Million Pilger in der Stadt: Zur Beerdigung an diesem Freitag werden bis zu vier Millionen Menschen erwartet. Schon am Mittwoch brach rund um den Vatikan der Verkehr zusammen.

Die mit Spannung erwartete Veröffentlichung des Testaments von Johannes Paul II. könnte sich nach Meinung italienischer Vatikan- Experten verzögern. Vermutlich wolle der Vatikan warten, bis die Mehrheit der weltweit rund 180 Kardinäle zur Beerdigung in Rom eingetroffen sind.

Bislang sind etwa die Hälfte der Purpurträger in Rom. Auch die Bekanntgabe des Datums für die Wahl eines neuen Papstes könnte sich aus diesen Gründen hinziehen, hiess es.

Unterdessen kommt die Diskussion über einen Nachfolger immer mehr in Gang. Der nigerianische Kardinal Francis Arinze meinte, die westliche Welt sei noch nicht bereit, einen afrikanischen Papst zu akzeptieren.

«Der Westen ist noch nicht reif für einen schwarzen Papst», sagte Arinze der römischen Zeitung «La Repubblica» (Mittwoch). «Ein afrikanischer Papst wäre eine Herausforderung für die Kirche, für die Welt und für die Medien.» Arinze gilt selbst als möglicher Papst-Nachfolger.

(sda)