Russland

06. September 2019 10:42; Akt: 06.09.2019 10:42 Print

Verlorene Tochter taucht nach 20 Jahren wieder auf

1999 war die vierjährige Julia Gorina aus einem Zug in Weissrussland verschwunden. Nun hat sie eigenhändig ihre Eltern wiedergefunden.

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Vor 20 Jahren war die vierjährige Julia Gorina zusammen mit ihrem Vater in einem Zug in der Nähe von Assipowitschy in Weissrussland unterwegs, als der Vater für einen Augenblick einnickte. Als er wieder aufwachte, war seine Tochter spurlos verschwunden. Seither fehlte von ihr jede Spur – bis sie sich dieses Jahr plötzlich bei ihren Eltern meldete.

Die Eltern hatten die Suche niemals aufgegeben, wie «The Sun» berichtet. «20 Jahre sind wie ein ganzes Leben, aber ich habe nie aufgehört, zu hoffen», sagt die Mutter aus. Sie seien jahrelang mit allen Zügen rund um Assipowitschy gefahren und hätten Passagiere gefragt, ob jemand ihre Tochter gesehen habe – vergebens.

Eine Google-Suche lieferte Hinweise

Auch Julia fragte sich ihr Leben lang, woher sie wirklich stammte. Sie kann sich nur noch vage an eine Zugfahrt erinnern und an zwei Personen, die sie mitnahmen. Danach landete Julia in einem Kinderheim und schliesslich bei Adoptiveltern in Rjasan, Russland. Wie sie dorthin gelangte, ist unklar.

Eines Tages ergriff ihr Freund schliesslich die Initiative und startete eine Google-Suche. Mit den Schlagwörtern «Mädchen», «Zug» und «Julia» wurde er schliesslich fündig. Er glaubte, Julias Geschichte aufgedeckt zu haben.

«Wir haben alle nur noch geweint»

Das dem tatsächlich so war, erfuhren die beiden, als Julia Kontakt zu ihren Eltern herstellte. Diese waren überglücklich. Eine DNA-Analyse vertrieb schliesslich auch den letzten Zweifel darüber, dass Julia tatsächlich die Tochter ist, die vor 20 Jahren verschwand.

«Wir haben alle nur noch geweint», erzählt Julia. Sie seien lange zusammengesessen und hätten Geschichten ausgetauscht. Schliesslich sei sie mit ihrem Vater an jenen Bahnhof zurückgekehrt, an dem sie vor so vielen Jahren verschwand. «Er hat mich um Vergebung gebeten, und natürlich vergebe ich ihm», sagt Julia.

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wirzwei am 06.09.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gibt es sowas wirklich?

    Schöne Geschichte. Fast wie ein Roman.

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  • Sandra am 06.09.2019 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    guter Freund

    schön, dass immerhin ihr Freund auf die Google Idee kam. Schade, dass dies in den 20 Jahren davor niemandem in den Sinn kam

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  • FK am 06.09.2019 11:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt alles

    Hab letztens ein Film der nach wahrenbegebenheit verfilmt wurde gesehen nur es wahr in Indien war auch mit Zug

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ichduwir am 07.09.2019 00:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    falsch

    Die Tochter wurde nicht verloren, sondern entführt! Von Hausbesetzern!

  • Bärchen am 06.09.2019 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    Sowas sollte man verfilmen.

    Sowas sollte man verfilmen.

  • Lehrer am 06.09.2019 21:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Orthographie ..,

    "Das dem tatsächlich so war, erfuhren die beiden, als Julia Kontakt zu ihren Eltern herstellte ..." Schade, dass heute keine Lektoren mehr mitlesen! Es müsste heissen: "Dass dem tatsächlich ..."

    • ChriguBE am 07.09.2019 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lehrer

      Und Ihr "..," in der Überschritt entspricht genau welcher Regel? Sicher lesen Sie hier gerne kostenlos, sicher wollen auch Sie möglichst viele, interessante Artikel in möglichst kurzer Kadenz... Ich hoffe, Sie selbst bleiben ebenfalls lernfähig, wie Sie es scheinbar gern von anderen fordern.

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  • jan b. am 06.09.2019 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    happy end

    Sehen alle sehr glücklich aus die freude ist ins Gesicht geschrieben.

  • 101st am 06.09.2019 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tut gut

    Sowas von Egal ob die Story stimmt oder nicht. Eine positive Geschichte ist immer schön.