DNA-Analyse

08. April 2019 09:26; Akt: 08.04.2019 09:26 Print

Vermeintliches Einzelkind findet 29 Geschwister

Als die 41-jährige Shauna Harrison ihre DNA analysieren lässt, erfährt sie, dass sie mehr Geschwister hat, als sie sich hätte träumen lassen.

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Shauna Harrison erfuhr von ihren Eltern erst im Alter von 27 Jahren, dass sie mithilfe eines Samenspenders gezeugt worden war. Jahre später, als sie 41 Jahre alt ist, wird sie auf einmal neugierig, was ihre Herkunft angeht. Vor mehreren Jahren hatte sie auf der Website 23andMe eine DNA-Analyse durchgeführt, wie CNN berichtet. Diese Informationen wollte sie sich nun zunutze machen.

Websites wie 23andMe haben in den vergangenen Jahren immer mehr an Popularität gewonnen. Viele Personen führen die DNA-Tests durch, um mehr über ihre Herkunft und Familiengeschichte zu erfahren, die Tests haben aber auch schon dazu beigetragen, Kriminalfälle zu lösen und Verbrecher zu überführen.

Mehr und mehr Geschwister

Also loggte sich Harrison im Jahr 2017 wieder in ihren 23andMe-Account ein und änderte ihre Einstellungen von einem anonymen auf ein öffentliches Profil. Beinahe sofort meldete sich ein Mann bei ihr. Dieser erklärte ihr, dass sie beide vom gleichen Samenspender gezeugt worden seien. Es sollte aber nicht dabei bleiben. Nur kurze Zeit später hatte Harrison – die als Einzelkind aufgewachsen ist – bereits acht weitere Geschwister gefunden.

Damit nicht genug. Bis heute sind Harrison 29 Geschwister bekannt. Sie alle sind zwischen 24 und 41 Jahre alt, was Harrison zu einem der ältesten Geschwister macht. Allesamt leben die Geschwister in der San Francisco Bay Area. Manche von ihnen waren sogar in die gleiche Schule gegangen oder kannten sich, ohne zu wissen, dass sie miteinander verwandt sind.

Es könnte noch mehr Verwandte geben

«Es war ein seltsames Gefühl, – das ist die einzige Art, wie ich es beschreiben kann – als wir uns getroffen haben, denn wir wussten, dass wir dieselbe DNA haben», sagt Harrison.


Diese Gefühl teilt auch Jodi Hale. Sie ist eine der neu gefundenen Schwestern von Harrison. Hale erzählt, was für ein seltsames Gefühl es gewesen sei, zum ersten Mal in ihrem Leben jemandem gegenüber zu stehen, der dieselben Augen habe wie sie. Mit der Zeit hätten sich auch andere Ähnlichkeiten zwischen ihr und ihren Geschwistern gezeigt wie beispielsweise die Vorliebe für Mathematik.

Mittlerweile haben die 30 Geschwister eine Facebook-Seite eingerichtet. Darauf teilen sie, wie es ihnen geht und auf welche Art und Weise die Familie wächst. Einer der Brüder hat sogar eine Art Willkommens-Powerpoint-Präsentation auf Facebook geladen, denn es könnte ja jederzeit ein neues Familienmitglied gefunden werden.

(doz)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Grosi am 08.04.2019 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    Familien Zuwachs in ungeahnter anzahl

    Finde ich interessant, sicher auch lustig, wenn sich die Familie so vergrössert. Allerdings würde mich mal interessieren, wieviele von diesen Samenspender Kinder sich ohne Abklärung sich ineinander verliebt haben, geheiratet und Kinder gezeugt? Da verbietet man Geschwister zu heiraten und nun ist die Möglichkeit gross, das Halbgeschwister schon lange verheiratet sind, ohne es zu wissen.

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  • laska1609 am 08.04.2019 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Inzest

    was mich aber auch noch interresieren würde wie wäre es wenn sich 2 solche Geschwister verlieben würden und keine ahnung haben dass sie Halbgeschwister sind,das ist doch Inzest.Was ist,akzeptiert es das Gesetz?

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  • Chrigel am 08.04.2019 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Samenspende

    Es sind "nur" Halbgeschwister....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Würkli am 08.04.2019 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Spannend

    Gerade ein Video dazu auf Youtube gesehen. Danach etwas skeptisch: Entschlüsselt: So genau sind die DNA- Tests zum Selberspucken | WALULIS

  • Fraz am 08.04.2019 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    So schön!

    Ach wie schön, genau das wünscht sich jeder von uns doch. Papi ein Reagenzglas und ganz viele nette Geschwisterchen....

    • Mo am 08.04.2019 22:21 Report Diesen Beitrag melden

      Wirklich gewollt!

      Mann sollte sich bewusst sein, dass die Eltern bei so einem "Befruchtungsprozess" viel auf sich nehmen. Ergo sind das wirklich wahre wunschkinder! Das sollte einen als "Kind" wirklich erfreuen!

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  • Felix am 08.04.2019 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    So ist es

    Fast wie in der Schweiz wo alle Eidgenossen miteinander verwandt sind

    • die Ritterin am 08.04.2019 20:03 Report Diesen Beitrag melden

      verwandte Eltern

      Nicht auf andere schliessen, nur weil deine Eltern miteinander verwandt sind.

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  • Senior Ding Dong am 08.04.2019 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Einmal volltanken bitte

    Solange die wandelnde Zapfsäule anonym bleibt ist das nicht so schlimm.

  • Sepp Toni am 08.04.2019 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Gruppe I

    Wie können die Samenspender Firmen so unseriös und fahrlässig arbeiten? Heutzutage wäre es kein Problem auf Distanzen zu achten. Es kommt wieder so weit wie früher in den Berg Kantonen, da war es üblich, dass man bei den Höfen ab und zu ein leicht oder schwer behindertes Kind entdeckte. Gruppe I lässt grüssen.