Lausanne

08. Juni 2011 20:26; Akt: 08.06.2011 20:35 Print

Vier Drogenbanden zerschlagen

Das Jahr 2010 war für die Lausanner Stadtpolizei ein gutes Jahr im Kampf gegen den Kokainhandel. Ihr sind vier von einander unabhängige Drogenbanden ins Netz gegangen.

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Mit den vier Drogengangs gingen der Lausanner Polizei insgesamt 20 Personen ins Netz und 5,5 Kilogramm Kokain wurden konfisziert. Die Ermittlungen ergaben, dass die vier Banden in den letzten Jahren insgesamt 13 Kilogramm Kokain im Wert von schätzungsweise 1,3 Millionen Franken im Genferseebogen in Umlauf gebracht hatten. Von den 20 Festgenommenen befinden sich zurzeit noch zwölf in Haft, wie die Lausanner Polizei am Mittwoch mitteilte.

Bei den Drogendealern handelt es sich in den meisten Fällen um Westafrikaner, die als Zwischenhändler tätig sind und die Dealer auf den Strassen beliefern. Die Kuriere hingegen stammen oft aus Osteuropa. Die Köpfe der Banden sitzen in der Regel in den Niederlanden.

Ihren ersten Erfolg im Jahr 2010 hatte die Polizei im Frühsommer verbuchen können: Sie nahm zwei Männer fest, darunter einen Kurier, der in einer Milchtüte 680 Gramm Kokain versteckt hatte.

Im Laufe der Ermittlungen nahm die Polizei drei weitere Männer der gleichen Bande hoch. Als diese zur genaueren Abklärung ins Spital gebracht wurden, stellte sich heraus, dass sie mit Drogen gefüllte Fingerlinge verschluckt hatten. Insgesamt beschlagnahmte die Polizei 250 Gramm Kokain.

Im Herbst gelang ihr der zweite Schlag gegen die Dealer: Sieben Personen wurden in Lausanne verhaftet. Dabei konnten mehr als 100 Fingerlinge und mehrere Tausend Franken sichergestellt werden.

Fingerlinge in Kanalisation sichergestellt

Kurz darauf zerschlug die Polizei die dritte Drogenbande. Sie verhaftete mehrere Dealer in den Waadtländer Gemeinden Vevey und Tour-de-Peilz und konfiszierte mehr als 2,2 Kilogramm Kokain.

Die vierte Drogenbande flog gegen Jahresende auf. Die Polizei verhaftete in Vallorbe VD drei Männer. Zwar gelang es diesen noch, kurz vor der Verhaftung die mit Drogen gefüllten Fingerlinge das WC hinunter zu spülen, doch das nutzte ihnen wenig.

Die Fingerlinge mit insgesamt rund 870 Gramm Kokain wurden in der Kanalisation beim Gebäude sichergestellt. «Dank eines Roboters, ausgestattet mit einer Kamera, konnten wir die Fingerlinge lokalisieren», sagte Jean-Philippe Pittet, Mediensprecher der Stadtpolizei Lausanne.

(sda)