Eritrea

13. Juni 2011 20:55; Akt: 13.06.2011 21:07 Print

Vulkan Dubbi durchkreuzt Clintons Pläne

In Eritrea ist der Vulkan Dubbi nach 150 Jahren zum ersten Mal wieder ausgebrochen. Die Aschewolke ist bis 15 Kilometer hoch. Flüge müssen umgeleitet werden.

storybild

Ein Satellitenbild der Nasa über Eritrea zeigte den Vulkan Dubbi. (Bild: Keystone/AP)

Fehler gesehen?

Im nordostafrikanischen Eritrea ist der Vulkan Dubbi ausgebrochen.
Die Rauch- und Aschewolke stieg bis zu 15 Kilometer in die Höhe, wie das Vulkanbeobachtungszentrum VAAC am Montag im südfranzösischen Toulouse mitteilte.

Die Eruption des 1625 Meter hohen Vulkans nahe der Küste des Roten Meeres sei erheblich. Die Auswertung der Satellitenbilder ergebe, dass die Aschewolke eine Höhe von 13 bis 15 Kilometer erreichte. Die Eruption begann demnach am Sonntagabend. Es war das erste Mal seit 1861, dass die Wissenschaftler einen Ausbruch des Dubbi registrierten.

Wegen der Aschewolke brach US-Aussenministerin Hillary Clinton ihren Aufenthalt in Addis Abeba, der Hauptstadt des südlichen Nachbarlandes Äthiopien, am Montag ab. Die Aschewolke nähere sich der äthiopischen Hauptstadt, daher müsse die Maschine mit der Ministerin das Land verlassen, sagte ein Mitglied ihrer Delegation.

Erdbeben vorangegangen

Bereits mussten mehrere Flüge von und nach Addis Abeba wegen des Vulkanausbruchs abgesagt oder umgeleitet werden. Die Aschewolke droht den Flugverkehr in Ostafrika und den Golfstaaten lahmzulegen. Gemäss Prognosen könnte die Wolke vor allem Saudi Arabien, Jordanien und Israel erreichen. Dem Vulkanausbruch am Sonntag war ein Erdbeben vorausgegangen.

(sda)