Anak Krakatoa

29. Dezember 2018 11:45; Akt: 29.12.2018 12:06 Print

Vulkan ist plötzlich 228 Meter kleiner

Der Vulkan Anak Krakatoa in Indonesien ist nach dem Ausbruch nur noch 110 Meter hoch. Zuvor mass er 338 Meter.

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Der Vulkan Anak Krakatoa hat bei der Eruption mehr als zwei Drittel seiner Höhe eingebüsst. Der ursprünglich 338 Meter hohe Berg misst demnach nur noch 110 Meter, seine Spitze war vom Beobachtungsposten aus nicht mehr zu sehen. Die Vulkanbehörde schätzt, dass der Vulkan zwischen 150 und 180 Millionen Kubikmeter an Masse verlor, als grosse Mengen an Gestein, Lava und Geröll nach einer Reihe von Eruptionen ins Meer stürzten. Die Zahl der Toten droht weiter zu steigen: Retter bergen ein Opfer des Tsunamis in Indonesien. (23. Dezember 2018) Banten, wo besonders viele Touristen Ferien machen, wurde heftig getroffen. So auch dieses Haus. Auch das Innere der Häuser wird vor Zerstörung nicht verschont. Über hundert Personen kamen in der Gegend ums Leben. Ein Mann geht in Carita durch die Trümmer. Wassermassen haben ein Auto in Anyer mitgerissen. Häuser liegen in Schutt und Asche. Viele Menschen haben alles verloren. Es herrscht Verwüstung. Die Wassermassen haben alles zerstört. Ein Mann steht vor seinem zerstörten Haus in Pandeglang. Ein Vulkanausbruch gilt als Ursache für die Katastrophe: Der Krakatau liegt in der Sundastrasse und war am Samstag zuletzt ausgebrochen. (22. Dezember 2018) Am Morgen wurde das Ausmass der Zerstörung deutlich. Die Wellen sollen bis zu 20 Meter hoch gewesen sein. Autos, Häuser und Strassen sind zerstört. Die Menschen suchen Schutz. Der Tsunami traf auf die Küste von Serang City. Viele Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben. Die Wassermassen haben zahlreiche Häuser zerstört - wie hier am Carita Beach südöstlich von Jakarta. (23. Dezember 2018) Das Unglück ereignete sich in der Sundastrasse. Krakatau ist eine Vulkaninsel in der Sundastrasse. Auf Social Media erschienen zu Beginn ersten Bilder der Katastrophe. Motorradfahrer fahren an den Ruinen vorbei. Krakatau - hier bei einem Ausbruch im Sommer. (19. Juli 2018) Alex Gerst von der Nasa hat den Vulkan im September fotografiert. Der Rauch über dem Vulkan.

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Der indonesische Vulkan Anak Krakatoa, dessen Ausbruch vor einer Woche einen tödlichen Tsunami auslöste, hat bei der Eruption mehr als zwei Drittel seiner Höhe eingebüsst.


Luftaufnahmen zeigen die gewaltige Eruption des Anak-Krakatau. (Video: Tamedia/Storyful)

Dies geht aus einer visuellen Analyse hervor, wie die indonesische Vulkanbehörde am Samstag mitteilte. Der ursprünglich 338 Meter hohe Berg misst demnach nur noch 110 Meter, seine Spitze war vom Beobachtungsposten aus nicht mehr zu sehen.

Viel Masse verloren

Die Vulkanbehörde schätzt, dass der Vulkan zwischen 150 und 180 Millionen Kubikmeter an Masse verlor, als grosse Mengen an Gestein, Lava und Geröll nach einer Reihe von Eruptionen ins Meer stürzten. Bilder der japanischen Raumfahrtbehörde zeigten, dass ein zwei Quadratkilometer grosses Stück der Vulkaninsel in der Sundastrasse zwischen den indonesischen Inseln Sumatra und Java abbrach und ins Meer stürzte.

Nach dem Ausbruch des Anak Krakatoa am Samstag vergangener Woche hatte eine verheerende Flutwelle die Küstenregionen und Touristenstrände an der Meerenge von Sunda überrollt. Die Flutwellen trafen im Süden Sumatras und im Westen Javas an Land. Nach Behördenangaben kamen mindestens 426 Menschen ums Leben, mehr als 7000 weitere wurden verletzt. 23 Menschen gelten noch als vermisst. Fast 1300 Häuser wurden zerstört.

Sicherheitszone

Die Sicherheitszone rund um den Krater wurde von zwei auf fünf Kilometer erweitert. Wegen der anhaltenden Aktivität des Vulkans wurden aus Furcht vor weiteren Flutwellen mehr als 40'000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Im dem am stärksten betroffenen Bezirk Pandeglang im Westen von Java nahmen am Samstag tausende Muslime an einem Massengebet teil. Sie gedachten der Opfer und beteten für die Sicherheit ihrer Häuser. Die Teilnehmerin Dian Rosdiana sagte: «Ich bete auch dafür, dass die Regierung uns sofort hilft: beim Wiederaufbau, bei der Versorgung mit Kleidung und Nahrungsmitteln oder zumindest mit moralischer Unterstützung.»

(sda)