13. April 2005 14:47; Akt: 13.04.2005 14:51 Print

Vulkane rumoren - 25 000 fliehen

Einen Tag nach dem Ausbruch des Vulkans Talang auf der Insel Sumatra und der Flucht von mehr als 25 000 Menschen hat ein zweiter Vulkan in Indonesien begonnen zu rumoren.

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Der Tangkuban Perahu in West-Java zeige verstärkte Aktivität.

Das meldeten indonesische Medien am Mittwoch. Besucher dürften den rund 2100 Meter hohen Berg, der rund 25 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Bandung liegt, nicht mehr besteigen. Die Alarmstufe sei angehoben worden.

Für den rund 2600 Meter hohen Talang auf Sumatra riefen die Behörden derweil die höchste Gefahrenstufe aus. Am Mittwoch kam es nach Angaben des Katastrophenschutzes weiter zu kleineren Eruptionen, begleitet von leichten Erdbeben.

Es sei zu erwarten, dass zusätzlich zu den bislang mehr als 25 000 Menschen noch zahlreiche weitere Bewohner von Dörfern rund um den Berg in Sicherheit gebracht würden. Tausende von Flüchtlingen seien in Notquartieren untergekommen.

Der Talang war am Dienstag ausbrochen und hatte schwarzen Rauch und Asche bis in 500 Meter Höhe gespuckt. Mehrere tausend Menschen waren daraufhin in Panik aus ihren Häusern geflohen.

Vulkanologen zufolge wurde seine Aktivität von der Erdbebenserie ausgelöst, die Sumatra seit dem gewaltigen Seebeben vom 26. Dezember in Atem hält. Durch die nachfolgende Flutwelle starben damals in Indonesien mehr als 170 000 Menschen oder wurden zunächst noch vermisst.

Indonesien liegt in einer seismologisch äusserst aktiven Zone, dem so genannten Ring aus Feuer. In dem riesigen Inselreich gibt es rund 130 aktive Vulkane, von denen 65 als gefährlich gelten.

(sda)