Südpolarmeer

17. Dezember 2011 15:16; Akt: 17.12.2011 15:16 Print

Waghalsige Rettungsaktion aus der Luft

Der Fischtrawler «Sparta» hatte am Freitag einen Eisberg gerammt, der ein Loch in den Rumpf riss. Die Luftwaffe konnte jetzt eine Wasserpumpe abwerfen, die das Schiff vor dem Untergang bewahren soll.

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Möglicherweise soll ein koreanischer Eisbrecher von Neuseeland aus der «Sparta» helfen. (Bild: Keystone)

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In einer waghalsigen Aktion hat die neuseeländische Luftwaffe neben dem im eisigen Südpolarmeer verunglückten Fischtrawler «Sparta» eine neue Wasserpumpe abgeworfen. Die Mission glückte, sagte Staffelführer Andy Scott im neuseeländischen Radio.

Die Pumpe und ein Paket mit Diesel seien direkt neben dem Schiff auf dem Schelfeis gelandet. Der Generaldirektor des russischen Schiffseigners, Andrej Polomar, sagte, möglicherweise werde ein koreanischer Eisbrecher von Neuseeland aus der «Sparta» zu Hilfe kommen können.

Das Schiff brauche von Neuseeland aus aber acht Tage bis zum Standort der «Sparta», berichtete das neuseeländische Fernsehen. Das Unglück ereignete sich 3700 Kilometer weiter südöstlich.

Lage stabil

Der Sprecher der russischen Fischereibehörde, Alexander Saweljew, sprach von einer «stabilen» Lage an Bord. «Das Leck ist etwa 40 mal 10 Zentimeter gross. Obwohl eine der drei Pumpen ausgefallen ist, geht das Auspumpen der Laderäume voran», sagte er am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau.

Die zusätzliche Pumpe erlaube es, grössere Wassermengen zu bewegen und diene auch als Sicherung, wenn die Pumpen der «Sparta» ausfallen, sagte Chris Wilson, die Koordinatorin im neuseeländischen Seenotrettungszentrum (RCCNZ) in Avalon bei Wellington.

Die «Sparta» hatte am Freitag einen Eisberg gerammt. Dadurch wurde ein 30 Zentimeter breites Loch in den Rumpf gerissen, durch das Wasser eindrang. An Bord sind 16 Indonesier, 15 Russen und ein Ukrainer.

(sda)