Kugel im Gesicht

02. Februar 2009 15:30; Akt: 02.02.2009 15:34 Print

Waljäger schiessen auf Aktivisten

Umweltaktivisten haben in der Antarktis ein japanisches Walfangschiff mit Buttersäure und Farbbeuteln angegriffen - und sind selbst verletzt worden.

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Die Besatzung der angegriffenen «Nisshin Maru» habe Wasserwerfer und Sonorgeräte gegen die Aktivisten eingesetzt, teilte die australische Umweltgruppe Sea Shepherd am Montag mit. Zwei Umweltschützer, die auf einem Schlauchboot unterwegs waren, seien verletzt worden.

Einer von ihnen sei von einem Hochdruck-Wasserstrahl getroffen worden und stehe unter Schock. Ein weiterer wurde demnach von einer Metallkugel im Gesicht verletzt.

Nach Angaben der japanischen Fischerei-Behörde hatten die Umweltschützer versucht, ihr Boot mit einem Seil an dem Walfangschiff festzumachen. Die «Nisshin Maru» habe darauf mit Wasserwerfern und dem «Aussenden von Sonorsignalen» reagiert.

Sea Shepherd verurteilte in einer Mitteilung den Einsatz von Hochfrequenz-Wellen, die dazu dienten, «Menschen zu verwirren und sie zeitweise zu lähmen». Ihr Kapitän Paul Watson bekräftigte zudem, den Kampf gegen den Walfang fortzusetzen.

Japan hält seit Jahren an der Jagd auf die Meeressäuger fest, die nach offizieller Darstellung wissenschaftlichen Zwecken dient. Das Walfleisch gilt in Japan jedoch auch als Delikatesse.

(sda)