Luxus-Fundsachen

07. März 2011 22:22; Akt: 07.03.2011 22:25 Print

Was die VIPs im Flieger liegen lassen

Eine Uhr für 23 600 Franken, sündhaft teurer Schmuck und tonnenweise Elektronikgeräte: Am Genfer Flughafen werden wegen der VIP-Fliegerei speziell viele Kostbarkeiten vergessen. Jetzt werden sie verkauft.

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Ein Armreif für 5100 Franken.

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Wer keinen Kopf hat, hat auch nicht immer Beine: Am Flughafen Zürich gelangen jeden Monat rund 2000, am Flughafen Genf rund 1500 Gegenstände aufs Swissport-Fundbüro – doch nur 48 Prozent finden den Weg zurück zu ihren Besitzern. Dass die Passagiere nicht nur Sonnenbrillen und Handschuhe vergessen, zeigen die wertvollsten Fundstücke des Flughafens Genf der letzten zwei Jahre. Sie werden ab nächstem Montag von Fundsachenverkauf.ch veräussert. «In Genf mit seinen gut betuchten ­Diplomaten und Geschäftsleuten bleiben kostbarere Dinge liegen als in Zürich», sagt Geschäftsführer Roland Widmer.

Neben Designer-Klamotten und exorbitant teurem Schmuck wurden auch teure Uhren im Flugzeug vergessen. «Wir haben ein Cartier-Armband im Wert von 14 400 Franken, zwei Rolex-Uhren und eine von Audemars Piguet im Wert von 23 600 Franken», erzählt Widmer. Obwohl alle Hebel in Bewegung gesetzt worden seien, habe man den Besitzer nicht gefunden: «Wenn man schon 150 solcher Uhren zu Hause hat, kommt es auf eine mehr oder weniger wohl nicht an.»

Im Gegensatz dazu sind die 100 Digitalkameras, 50 Handys und 30 iPods, die ebenfalls unter den Hammer kommen, Peanuts. Laut Widmer werden aber auch so persönliche Dinge wie Fotoalben oder Sammlungen vergessen. «Manchmal fragt man sich schon, wo die Leute ihren Kopf haben.»

Mit den Einnahmen aus dem Verkauf decken die Flughäfen gemäss Widmer vor ­allem die Kosten des Fund­services. Er selbst hoffe auf «einen kleinen Gewinn».

(daw/20 Minuten)