Bestattungsmethoden

20. Dezember 2011 23:26; Akt: 21.12.2011 01:10 Print

Wenn sich Menschen ins Tiergrab legen

In New York düfen sich Haustierbesitzer wieder auf Tierfriedhöfen bestatten lassen. Ein entsprechendes Verbot wurde ausser Kraft gesetzt. Allerdings müssen neue Auflagen eingehalten werden.

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Der schneebedeckte Hartsdale Tierfriedhof im US-Bundesstaat New York. Hier können Menschen in den Gräbern ihrer geliebten Haustiere beigesetzt werden. (Bild: Keystone)

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Für New Yorker Tierfreunde ist die Welt wieder in Ordnung. Künfig dürfen sie nach ihrem Tod wieder neben ihren Lieben bestattet werden: Die Friedhofsabteilung des US-Bundesstaates New York setzte eine neue, mit Auflagen verbundene Bestimmung in Kraft. Erst dieses Jahr war ein Verbot erlassen worden, Menschen auf Tierfriedhöfen zu bestatten.

Die Herrchen und Frauchen von Hunden, Katzen, Meerschweinchen, Vögeln und anderen lieben Haustierchen dürfen demnach ihre Asche wieder auf einem Tierfriedhof beisetzen lassen. Für Rhona Levy aus der Bronx ist diese Botschaft einer der schönsten Momente in ihrem Leben: «Mein grösster Wunsch wurde erfüllt und ich kann für immer bei meiner pelzigen Familie sein», schwärmt sie gegenüber der «Huffingtonpost». Seit vier Jahren plant sie, ihre sterblichen Überreste zusammen mit ihrem Hund und ihren vier Katzen auf dem Hartsdale Tierfriedhof zu bestatten.

Der über hundert Jahre alte Hartsdale-Friedhof, 30 Kilometer nördlich von Manhattan gelgen, setzt Männer und Frauen schon seit 1925 in Grabstellen von Tieren bei. Ungefähr 700 Menschen teilen hier mit 70 000 Tieren ihre letzte Ruhestätte. Doch die in den letzten Jahren steigende Anzahl von Interessenten hat die lokalen Behörden alarmiert. Am 8. Februar 2011 fand die letze Bestattung in einem Tiergrab statt, eine staatliche Weisung stoppte das jahrelang praktizierte Ritual in Hartsdale und im ganzen Bundesstaat New York.

Strengere Auflagen für die Friedhöfe

Jetzt haben die Politker dem Druck der Öffentlichkeit nachgegeben und ihre Meinung wieder geändert. Das Verbot wurde aufgehoben. Allerdings sind die Betreiber der Friedhöfe, die Menschenbestattungen mit Tieren vornehmen, an Bestimmungen gebunden. Sie dürfen mit dieser Dienstleistung nicht werben und auch keine Gebühren dafür verlangen. Ausserdem müssen sie potenzielle Kunden darauf hinweisen, dass die Gräber, im Gegensatz zu anderen Friedhöfen, eines Tages aufgelöst werden können.

«Ich habe keine Bedenken, was die neuen Auflagen betreffen», sagt Ed Martin, Direktor des Hartsdale-Friedhofes. Er ist froh, die bei vielen Menschen beliebte Praxis wieder aufnehmen zu dürfen. Dass er künftig auf die 235 Dollar Spesen verzichten muss, die er für das Öffnen der Tiergräber und die Beisetzung der Asche verlangt hat, stört ihn nicht. «Es war ja nie ein Verkaufsschlager, mit dem wir viel Geld verdient haben, sondern immer schon mehr eine Gefälligkeit gegenüber den Mitmenschen.»


(bee/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sisela am 21.12.2011 06:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    find ich toll. es soll.jeder dort begraben werden wo er möchte. super

  • s.k. am 21.12.2011 06:39 Report Diesen Beitrag melden

    mehr toleranz

    die welt hat komische ansichten, wenn jemand zu asche wurde, soll die asche doch dort hin, wo ihr vorheriger zustand es gewünscht hat. asche kann nicht störend sein.

  • 807687 am 21.12.2011 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Da laut Evolutionstheorie deren Gläubige

    von den Affen abstammen, ist es nur folgerichtig, dass sie als die höchstentwickelten Tiere zusammen mit ihren weniger hoch entwickelten Mit-Tieren bestattet werden. Sofern sie das wollen. So befinden sich auf dem Friedhof alles Tiere. Da bin ich doch froh, ein von Gott geschaffenes Wesen zu sein, das sich von den Tieren massivst unterscheidet, ja, so gar kein Tier ist, auch wenn in den Bauplänen interessante und überlebenswichtige Gemeinsamkeiten stecken. Schliesslich teilen Menschen mit Tieren und Pflanzen diese Erde mit ihren Bedinungen, an die jedes auf seine Art angepasst ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • 807687 am 21.12.2011 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Da laut Evolutionstheorie deren Gläubige

    von den Affen abstammen, ist es nur folgerichtig, dass sie als die höchstentwickelten Tiere zusammen mit ihren weniger hoch entwickelten Mit-Tieren bestattet werden. Sofern sie das wollen. So befinden sich auf dem Friedhof alles Tiere. Da bin ich doch froh, ein von Gott geschaffenes Wesen zu sein, das sich von den Tieren massivst unterscheidet, ja, so gar kein Tier ist, auch wenn in den Bauplänen interessante und überlebenswichtige Gemeinsamkeiten stecken. Schliesslich teilen Menschen mit Tieren und Pflanzen diese Erde mit ihren Bedinungen, an die jedes auf seine Art angepasst ist.

  • s.k. am 21.12.2011 06:39 Report Diesen Beitrag melden

    mehr toleranz

    die welt hat komische ansichten, wenn jemand zu asche wurde, soll die asche doch dort hin, wo ihr vorheriger zustand es gewünscht hat. asche kann nicht störend sein.

  • sisela am 21.12.2011 06:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    find ich toll. es soll.jeder dort begraben werden wo er möchte. super