Bretagne

16. Dezember 2011 10:24; Akt: 16.12.2011 17:56 Print

Wie «Joachim» die «Bremen» an Land holte

In der Nacht auf Freitag ist an der bretonischen Küste ein maltesischer Tanker gestrandet. Die Besatzung konnte geborgen werden. Es droht aber eine Umweltkatastrophe.

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Der unter Malta-Flagge fahrende Frachter «TK Bremen» ist am Freitagmorgen in schwerem Sturm vor der Küste der französischen Bretagne gestrandet. Das 109 Meter lange Schiff war am Donnerstag aus dem Hafen von Lorient ausgelaufen und hatte kurz darauf vor der Ile de Groix geankert, um dort Schutz zu suchen, bevor er nach Ipswich in England weiterfahren wollte.

Doch das Schiff riss sich in der Nacht vom Anker los und trieb auf das Festland zu. Der Hafenschlepper von Lorient konnte wegen des Sturms nicht auslaufen. Dann wurde in Ouessant der Hochsee-Schlepper «Abeille Bourbon» alarmiert, kam aber zu spät. Gegen 2 Uhr nachts strandete die «TK Bremen». Eine Stunde begann die Bergung der 19-köpfigen Besatzung. Die Männer seien mit einem Helikopter der französischen Marine in Sicherheit gebracht worden.

Das Schiff soll ausgepumpt werden

Wegen austretenden Öls lösten die Behörden noch in der Nacht Umweltalarm aus und setzten den Rettungsplan «Polmar» in Kraft. Demnach bildete sich auf einer Fläche von fünf Qaudratkilometern bereits ein Ölteppich, der sich auf das Festland zubewege. Den Angaben zufolge ist der Frachter mit 180 Tonnen Heizöl und 40 Tonnen Diesel beladen. Nun sollen die Tanks des Schiffes ausgepumpt werden, wie Michel Gayda vom Küstenschutz erklärte.

Das Sturmtief «Joachim» war in der Nacht über die französische Küste mit Orkanböen der Stärke zwölf gezogen. In Westfrankreich fiel in rund 220 000 Haushalten der Strom aus, davon 100 000 in der Bretagne. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 133 Kilometern pro Stunde knickten zudem zahlreiche Bäume um. Allein in den Departements Finistère und Morbihan sei die Feuerwehr zu mehr als 300 Einsätzen ausgerückt.

Der Bahnverkehr in der Region kam weitgehend zum Erliegen. Beeinträchtigungen wurden auch auf der Luftverkehrs-Drehscheibe in Paris erwartet, wo der Andrang der Reisenden im Vorfeld des Weihnachtsfestes gross ist.

(sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sam Steiger am 17.12.2011 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Angespülter Müll

    Was angespült wird, darf der Finder behalten. Also den Eimer auspumpen, den Inhalt verkaufen und den Stahl einem Stahlwerk verkaufen.

  • Jennifer H. am 16.12.2011 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fliegende Möbel

    Bei uns in Lenzburg wurden die Garten Möbel gegen die Hauswand geschleudert ... Hätte nicht damit gerechnet das es so schlimm wird ... Da bin ich froh das ich heut frei habe !

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sam Steiger am 17.12.2011 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Angespülter Müll

    Was angespült wird, darf der Finder behalten. Also den Eimer auspumpen, den Inhalt verkaufen und den Stahl einem Stahlwerk verkaufen.

  • Jennifer H. am 16.12.2011 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fliegende Möbel

    Bei uns in Lenzburg wurden die Garten Möbel gegen die Hauswand geschleudert ... Hätte nicht damit gerechnet das es so schlimm wird ... Da bin ich froh das ich heut frei habe !

    • Eva Huber am 16.12.2011 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Aufräumen

      Immer aufräumen sogar bei starken Winden.

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