Best of Papst

20. Januar 2015 21:41; Akt: 20.01.2015 21:41 Print

Wie bitte, Ihre Heiligkeit?

Auch gute Katholiken müssten sich nicht «wie Kaninchen» vermehren, meinte Papst Franziskus neulich. Die pfiffigen Aussagen des Pontifex werden langsam legendär.

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«Manche Menschen glauben - entschuldigen Sie den Ausdruck -, dass sich gute Katholiken wie Kaninchen vermehren müssen» - 19. Januar 2015, Rückflug von den Philippinen nach Rom. «Eine fundamentalistische Gruppe ist gewalttätig, selbst wenn sie niemanden tötet und niemanden schlägt. Die mentale Struktur des Fundamentalismus ist Gewalt im Namen Gottes. - 13. Juni 2014, Interview mit «La Vanguardia» «Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel.» 14. März 2014, Eucharistiefeier mit den Kardinälen «Besonders das Internet kann allen grössere Möglichkeiten der Begegnung und der Solidarität untereinander bieten, und das ist gut, es ist ein Geschenk Gottes.» - 23. Januar 2014, Weltmedientag. «Liebe Jungen und Mädchen, bitte hängt euch nicht hinten an den Schwanz der Geschichte an. Seid die Hauptdarsteller! Spielt im Sturm! Schiesst nach vorn! Baut eine bessere Welt auf, eine Welt von Brüdern und Schwestern, eine Welt der Gerechtigkeit, der Liebe, des Friedens, der Brüderlichkeit, der Solidarität!» - 27. Juli 2013, Vigilfeier mit den Jugendlichen beim Weltjugendtag. «Wenn jemand homosexuell ist und Gott sucht und guten Willen hat, wer bin ich, ihn zu verurteilen?» - Auf dem Rückflug vom Weltjugendtag 2013. «Sobald sich die Herzen voneinander entfernen, entsteht Krieg.» - 25. Februar 2014, Frühmesse im Gästehaus Santa Marta «Das stimmt, die Globalisierung hat viele Menschen aus der Armut gerettet, aber auch viele andere zum Hungertod verurteilt, weil sie mit diesem Wirtschaftssystem selektiv wird (...) Die derzeitige wirtschaftliche und vor allem finanzielle Globalisierung führt zu einem Einheitsdenken, zu einem schwachen Denken. Im Zentrum steht nicht mehr der Mensch, sondern das Geld.» - 5. März 2014, Interview mit «Corriere della Sera» «Die Familie ist die Berufung, die Gott in die Natur des Mannes und der Frau eingeschrieben hat, aber ausser der Ehe gibt es noch eine andere, zusätzliche Berufung: den Ruf zum Zölibat und zur Jungfräulichkeit für das Himmelreich. Das ist die Berufung, die Jesus gelebt hat.» - 4. Oktober 2013, Begegnung mit der umbrischen Jugend in Assisi «Ich bin ein Sünder. Das ist die richtigste Definition. Und es ist keine Redensart, kein literarisches Genus. Ich bin ein Sünder.» - 21. September 2013, Interview mit Antonio Spadaro

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«Manche Menschen glauben – entschuldigen Sie den Ausdruck –, dass sich gute Katholiken wie Kaninchen vermehren müssen», sagte Papst Franziskus neulich auf dem Rückflug von den Philippinen nach Rom.

Die Gläubigen sollten nicht «ein Kind nach dem anderen» bekommen, meinte Franziskus weiter. Die Kirche empfehle stattdessen eine «verantwortliche Elternschaft». Dann wagt der Papst eine Zahl: Drei Kinder pro Ehepaar seien ideal.

Franziskus spricht Klartext

Mit seinen knackigen Aussagen gerät Papst Franziskus immer wieder in die Schlagzeilen — vor allem, weil er bei der Themenwahl keine Berührungsängste hat. So kann er über Krieg sprechen wie auch über das Internet.

Sehr bekannt dürften bereits seine Meinung zum Thema Homosexualität sein («Wenn jemand homosexuell ist und Gott sucht und guten Willen hat, wer bin ich, ihn zu verurteilen?») oder sein Urteil über den Kapitalismus («Im Zentrum steht nicht mehr der Mensch, sondern das Geld.»)

In der Bildstrecke oben gibt es ein Best-of von Franziskus' Sprüchen zu geniessen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simon Zindel am 21.01.2015 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Agnostiker

    Als Agnostiker bin ich kein Freund der katholischen Kirche, aber der Mann tut den Menschen einfach gut. Blitzgescheit, Weltoffen und Freundlich. Für mich definitiv eines der wenigen grossen Vorbilder unserer Zeit.

  • Aron am 21.01.2015 00:04 Report Diesen Beitrag melden

    Dieser Mann gefällt mir.

    Ich hoffe, er kann was bewegen in der Welt.

    einklappen einklappen
  • Simon Dettling am 20.01.2015 21:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Volksnaher Pontifex

    Auch wenn Papst Franziskus nicht so liberal ist, wie es sich die meisten wünschen, ist er dennoch ein riesiger Gewinn für alle Menschen. Er predigt gegen Hass, Krieg, Gewalt, Extremismus und Intoleranz. Dieser Mensch ist mir sehr sympathisch, ein Papst wie er sein sollte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jake am 21.01.2015 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Beste

    Meiner Meinung nach der beste Papst seit langem.

  • SOS am 21.01.2015 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hut ab vor ihm

    Jetzt muss er nur noch den Zölibat abschaffen. Dann hat er schon enorm viel erreicht!!

  • Aram am 21.01.2015 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut..

    Super sprüche! Ich mag Diesen Papst. Spruch 5 gefällt mir am besten.

  • Silvia am 21.01.2015 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Zöllibat, Abtreibung u. Selbstbestimmung

    Jetzt auch noch das Zollibat abschaffen wäre wirklich an der Zeit. Selbstveranwortung für Verhütung und Abtreibung ist jeder Frau zu überlassen. Dieser Papst kann noch viel bewegen, er ist auf dem richtigen Weg.

  • Christin am 21.01.2015 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Papst

    Ich glaube an Gott und Jesus, bin aber nicht Katholisch sonder Evangelisch. Aber dieser Papst ist der erste der mir gefällt. Er macht seinen Job super und seine Aussagen gefallen mir sehr. Ich hoffe das er der Welt noch lange erhalten bleibt. Weiter so.....