Obduktion abgeschlossen

01. Februar 2011 08:39; Akt: 01.02.2011 10:56 Print

Wie starb Mirco?

Im Fall Mirco bleibt trotz Obduktion die Todesursache des zehnjährigen Opfers wahrscheinlich für immer unklar. Die Ermittler rechnen nicht mehr damit, dass sich diese Frage je zweifelsfrei klären lässt.

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Wenige Tage nach dem Fund der Leiche des zehnjährigen Mirco aus Grefrath (Kreis Viersen) ist die Todesursache immer noch unklar. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Krefeld am Montag auf dapd-Anfrage mitteilte, könnten die Untersuchungen der sterblichen Überreste des Jungen in dieser Woche abgeschlossen werden. Die Leiche des Kindes hatte fünf Monate in einem Wald gelegen und war am Mittwoch vergangener Woche gefunden worden. Derweil gingen die Vernehmungen des tatverdächtigen 45-jährigen Familienvaters weiter, hiess es. Der Mann ist geständig und hatte die Ermittler zum Tatort geführt.

Der 45-jährige Olaf H. sitzt unter anderem wegen Mordes und sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft. Er soll Mirco am Abend des 3. September entführt, sich in einem Waldstück an ihm vergangen und ihn anschliessend umgebracht haben. Hinweise darauf, dass der Mann auch für den Mord an einer im Mai 1996 entführten und getöteten Elfjährigen aus Grevenbroich-Hemmerden verantwortlich ist, gibt es nach Angaben der Polizei aber nicht.

Bekommt Olaf H. einen Pflichtverteidiger?

Doch nach Informationen der «Bild»-Zeitung hat die Anwältin von Olaf H. ihr Mandat am Montag abgegeben. Ein Polizeisprecher bestätigte: «Olaf H. hat zurzeit keinen Verteidiger.» Sollte Mircos Mörder keinen neuen Anwalt bekommen, werde ihm ein Pflichtverteidiger gestellt.

Laut der Stadtverwaltung steht inzwischen auch der Termin für die Trauerfeier für Mirco fest. Der ökumenische Trauergottesdienst findet am Donnerstagabend (3. Februar, 18.30 Uhr) in der St.-Laurentius-Pfarrkirche in Grefrath statt, wie Oberbürgermeister Manfred Lommetz am Montag sagte. Der Gottesdienst steht für alle Bürger offen, die Eltern selbst werden an der Trauerfeier aber wohl nicht mitnehmen, da sie sich derzeit nicht zu Hause aufhalten. Ob die Veranstaltung auch auf einem Marktplatz übertragen wird, ist noch unklar.

(kle/ap)