Bern

07. Juni 2011 23:09; Akt: 07.06.2011 21:16 Print

Wirbel um strenggläubige Pädagogen

von Nora Camenisch - 15 Prozent der Studenten der Pädagogischen Hochschule Bern sind strenggläubig. Experten schlagen Alarm: Politiker fordern gar den Ausschluss Unbelehrbarer.

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Eine Nationalfondsstudie hat ergeben: 15 Prozent der Studenten an der Pädagogischen Hochschule Bern gehören zu den «unbeirrbar Gläubigen». Wie eine Studentin der PH Bern gegenüber 20 Minuten erzählt, seien Kommilitonen in Jesus-T-Shirts keine Seltenheit. Homosexualität werde hinter vorgehaltener Hand nicht selten als Krankheit gehandelt. Und: «Es gibt zahlreiche angehende Lehrer, die sich weigern, künftig Evolutionstheorie zu unterrichten.» So ist es kein Zufall, dass sich in der Facebook-Gruppe «We can find 1 000 000 people who don’t believe in evolution» Studenten der PH Bern tummeln.

Religionsexperte Georg Otto Schmid hat Kenntnis von Lehrern, die sich weigern, gewisse Fächer zu unterrichten, und ist alarmiert: «Lehrkräfte müssen verstehen, dass sie eine neu­trale Weltanschauung vertreten müssen. Deshalb sollten pädago­gische Hochschulen ein Modul einführen, dass Radikalen die Spielregeln bekannt gibt.»
Für Nationalrat Peter Malama ist das nicht genug: «Wer Lehrer werden will, muss die Religionsfreiheit in unserer Verfassung anerkennen. Wer nicht in der Lage ist, alle Ansichten darzustellen, hat an der PH nichts verloren.» Malama fordert deshalb entsprechende Abklärungen vor Studienbeginn.
An der PH Bern aber sieht man keinen Handlungsbedarf: «Wir schauen aktiv hin. Neu ist die Situation aber nicht», so Rektor Martin Schäfer. An der PH Zürich geht man weiter: «Wir erwarten Weltoffenheit und Flexibilität. Ansonsten stellt sich für uns die Frage der Eignung», so Walter Bircher. Missionieren Studierende in ihren Praktika, kann es zum Ausschluss kommen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wissender am 09.06.2011 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    glauben

    Gauben ist mangel an Wissen.

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  • Glinus Pazificus am 09.06.2011 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Unbeirrbare Darwinismus-Gläubige

    Mich nimmt es Wunder, was die Nationalfonds-Studie ergeben hat, wieviel unbeirrbare Gläubige es unter der Lehrerschaft aus dem darwinistischen Konfessionsteil gibt. Leider geht das aus dem Zeitungsbericht nicht hervor.

  • Franz W. Seibold am 12.06.2011 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Atheismus ist nur ein Glaube!

    Man muss es ja in der Schule nicht lernen und nicht lehren. Aber nach den heutigen Erkenntnissen der Wissenschaft muss zugegeben werden, dass mehr als Urknall, Ursuppe und Darwinismus hinter der wunderbaren (und mit Verlaub, - feinste Raffinesse) Schöpfung Gottes steckt. Eben die Wissenschaftler sind befangen, den Glauben an den lieben Gott öffentlich zuzugeben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz W. Seibold am 12.06.2011 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Atheismus ist nur ein Glaube!

    Man muss es ja in der Schule nicht lernen und nicht lehren. Aber nach den heutigen Erkenntnissen der Wissenschaft muss zugegeben werden, dass mehr als Urknall, Ursuppe und Darwinismus hinter der wunderbaren (und mit Verlaub, - feinste Raffinesse) Schöpfung Gottes steckt. Eben die Wissenschaftler sind befangen, den Glauben an den lieben Gott öffentlich zuzugeben.

  • Lucas am 11.06.2011 00:37 Report Diesen Beitrag melden

    Theorie

    Worum bezeichnet man eine Theorie als einzig wahre Lehre obwohl man keinerlei Beweise für z.B. irgendwelche Zwischenwesen der heutigen Tiere und gefundener Fossilien hat und in allen Sendungen und Berichten nur von Wahrscheindlichkeit der Entwiklung spricht. Das alles nur um einen Erschafenden Gott aus den Köpfen der Menschen zu verdrengen

    • du den muss ich sofort dem urs erzählen am 14.06.2011 02:42 Report Diesen Beitrag melden

      Vielleicht "entwikeln" sie zuerst mal

      ihre Orthografie, bevor sie hier Mythen "erschafen". Unangenehm, aber bitte trotzdem nicht "verdrengen".

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  • wissender am 09.06.2011 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    glauben

    Gauben ist mangel an Wissen.

    • Franz W. Seibold am 12.06.2011 12:36 Report Diesen Beitrag melden

      Ich weiss, das ich nichts weiss.

      Was wissen wir schon?

    • Musikus am 14.06.2011 11:10 Report Diesen Beitrag melden

      Wissen ohne Glauben existiert nicht!

      Da irren Sie sich! Glauben ist die Bereitschaft jedes Menschen, unabhängig ob religiös oder nicht, die Existenz gewisser Dinge anzuerkennen, die entweder nicht sichtbar oder nicht nachweisbar sind. Ein Wissenschaftler glaubt an seine Theorie, auch wenn er sie noch nicht nachweisen kann. Ohne den Glauben daran, hätte er kein Interesse und auch keine Motivation zu forschen. Das gilt für alle Gebiete: Glauben ist eine der grössten Antriebsfedern der Menschheit. Ohne Glauben an das Gute im Menschen hätten wir z.B. keine Gesetze, keine Ordnung, keine Demokratie, keine Spitäler, keinen Frieden etc.

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  • Glinus Pazificus am 09.06.2011 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Unbeirrbare Darwinismus-Gläubige

    Mich nimmt es Wunder, was die Nationalfonds-Studie ergeben hat, wieviel unbeirrbare Gläubige es unter der Lehrerschaft aus dem darwinistischen Konfessionsteil gibt. Leider geht das aus dem Zeitungsbericht nicht hervor.

  • Franziska Emenegger am 09.06.2011 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Relligion versus Evolutionstheorie

    Wenn sie herausfinden wollen, wie sich Relligion und Evolutionstheorie unterscheidet, so stellen sie sich einfach folgende fragen: Wie funktioniert die Evolutionstheorie? Wie funktioniert die Relligion?

    • Beat Reuteler am 09.06.2011 21:22 Report Diesen Beitrag melden

      Schöpfung vs. Evolution

      Religion und Evolutionstheorie können so nicht gegenübergestellt werden. Die Frage müsste wenn schon lauten: "Wie funktioniert Schöpfungslehre"? Das hat nur bedingt mit Religion zu tun, genau wie auch die Evolutionstheorie nur bedingt mit Wissenschaft zu tun hat.

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