Schräg und schnell

18. März 2008 14:31; Akt: 18.03.2008 15:49 Print

Zu Tode uriniert

von Philipp Dahm - Mad Mel bezirzt Britney, Michael Stipes verspätetes Outing, zu Tode uriniert, ein Handtuchstreit ohne Deutsche und viel Sex, der vermögend macht - das sind Geschichten, die schnell und schräg sind.

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Mad Mel bezirzt Britney: Paparazzi haben festgehalten wie Mel Gibson und Britney Spears sich zum Essen getroffen haben. Dem US-Magazin «People» sagte ein Informant: «Mel und seine Frau Robin sahen ganz klar eine Frau in der Krise.» Es gäbe nur eine handvoll Menschen, die verstehen, was Britney gerade durchmacht. Bevor Sie sich Tränen der Rührung aus dem Auge wischen: Mad Mel sucht nur ein Aushängeschild für seine von ihm gegründete «Church of the Holy Family». «Page Six» stellt es richtig: «Offenbar versucht er sie dazu zu bringen, seine Kirche in Malibu zu besuchen. Wir haben gehört, wie er sie gebeten hat, bei einer der wöchentlichen Sitzungen dort zu singen.»

Michael Stipes verspätetes Outing: Nachdem die grossen Erfolge der Band R.E.M. schon etwas zurückliegen, muss sich Frontmann Michael Stipe offenbar wieder ins Gespräch bringen und outet sich als homosexuell. «Es war superkompliziert für mich in den 80ern. Ich war total offen mit der Band, meiner Familie, meinen Freunden und sicherlich mit den Leuten, mit denen ich geschlafen habe», sagte er dem «Spin»-Magazin. Damals habe er nicht gesehen, dass ein Outing anderen helfen könnte. «Aber jetzt sehe ich natürlich ein, dass das der Fall ist.»

Zu Tode uriniert haben sich Segler in Deutschland. «Es kommt immer wieder vor, dass männliche Leichen mit heruntergelassener Hose oder offenen Schlitz an den Küsten gefunden werden», bestätigt Ingo Ohrt von der Wasserschutzpolizei Kiel in Norddeutschland gegenüber der Tageszeitung «Die Welt». Er selbst habe schon drei solcher Fälle erlebt und verweist auf eine Dunkelziffer. Besonders wenn die Temperaturen niedrig sind, bleibt den Urinierern nur wenig Zeit, bevor sie im Wasser auskühlen. Ein guter Tipp kommt vom Leiter des Deutschen Segelverbandes Jürgen Feyerabend. «Wir appellieren an die Segler, dass über Bord fallen tödlich ist.»

Ein Handtuchstreit ohne Deutsche? Ja, das gibt es. Wie der Berliner «Tagesspiegel» berichtet, musste sich in diesem Zusammenhang jetzt sogar ein Kapitän eines britischen Kreuzfahrtschiffes entschuldigen. Was war passiert? Der Führer des in die Karibik schippernden Dampfers «Oceana» hatte seine 2000 Passagiere mit einem Witz dazu bringen wollen, die Sonnenliegen nicht mit Handtüchern zu besetzen. «Wir brauchen dieses germanische Verhalten hier nicht», sagte er. Ein humorloser Gast beschwerte sich, dann wurde gar die britische Gleichstellungs- und Menschenrechtskommission eingeschaltet. Erstaunlich ist: Die Frau von Kapitän Christopher Wells ist selber Deutsche und an Bord gab es keine Passagiere aus dem Nachbarland. Nur eine germanische Rezeptionistin gäbe es an Bord, die auf Nachfrage bereits mitgeteilt hat, dass sie selbst den Spruch lustig fand…

Viel Sex macht vermögend, haben amerikanische Forscher herausgefunden. Wer vier Mal im Monat Sex hat, verdient durchschnittlich 50'000 Dollar im Monat mehr, als die Paare, die es nur einmal im Monat tun. Sprich: Die chronisch Unterbefriedigten sind quasi doppelt gehandicapt. Daraus lernen wir erstens, dass das Leben unfair ist und zweitens, dass sich hochschlafen jetzt noch viel mehr lohnt als vorher...