Indien

24. Juli 2014 20:49; Akt: 24.07.2014 22:52 Print

Zug rammt Bus – 14 Schulkinder tot

Im Süden Indiens ist ein Zug in einen Schulbus gerast und hat mindestens 14 Kinder in den Tod gerissen. Der Bus wurde mehrere Meter weit mitgeschleift.

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Mehr als ein Dutzend Kinder sind bei einem Busunglück im Süden Indiens gestorben. Auch der Busfahrer und ein erwachsener Begleiter hätten den Aufprall am Donnerstag nicht überlebt, erklärten die Polizei und örtliche Behörden. Etwa 20 weitere Schüler seien in Spitäler ins nahe gelegene Hyderabad gebracht worden, einige davon schwer verletzt.

Der Zug habe den Bus noch mehrere Hundert Meter mitgeschleift, ehe er zum Stehen gekommen sei, sagte der örtliche Polizeichef Sanjay Kumar. Rund um das Wrack lagen laut der indischen Agentur IANS Bücher, Brotbüchsen und Schuhe verstreut.

Verwandte der Verstorbenen hätten unaufhaltsam an der Unfallstelle geschrien; ein Vater habe einen Herzstillstand gehabt, als er erfahren habe, dass seine beiden Kinder tot seien.

Unbewachter Bahnübergang

An dem Bahnübergang in Veldurti im Bundesstaat Telangana gibt es keine Schranke. Der Fahrer sei unachtsam gewesen und habe nicht angehalten, sagte Eisenbahnminister Sadananda Gowda. Sowohl verschiedene Polizeisprecher als auch Behördenvertreter hatten zunächst höhere Todeszahlen angegeben.

Der Nachrichtensender NDTV berichtete, Anwohner forderten an der Stelle seit langem Schranken. Auch sei der Busfahrer noch gewarnt worden, doch sei er trotzdem – wohl mit hoher Geschwindigkeit – auf die Gleise gefahren.

In Indien sterben nach offiziellen Angaben pro Jahr mehr als 15'000 Menschen auf den Schienen, etwa wenn sie zu Fuss die meist ungesicherten Bahngleise überqueren oder von überfüllten Zügen fallen.

Aufgebrachte Bewohner

Zahlreiche Bewohner der angrenzenden Dörfer strömten zur Unfallstelle. Die Polizei versuchte, mithilfe von Bambusstöcken den Mob zu vertreiben, der die angrenzende Strasse blockierte.

Einige aufgebrachte Dorfbewohner hätten auch Steine auf Bahnangestellte geworfen, berichtete IANS weiter. Premierminister Narendra Modi liess per Twitter erklären, er bete für die schnelle Genesung der Verletzten.

(pat/sda)