28. April 2005 14:16; Akt: 28.04.2005 14:16 Print

Zugunglück: Opferzahl steigt auf 106

Drei Tage nach dem schweren Zugunglück im Westen Japans haben die Rettungskräfte die Hoffung auf weitere Überlebende aufgegeben.

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Der Suchtrupp beendete seine Arbeit. Nach jüngsten Angaben kamen 106 Menschen ums Leben, über 450 wurden verletzt.

Die Sucharbeit sei eingestellt worden, nachdem es kein erkennbares Lebenszeichen mehr gegeben hätte, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Amagasaki.

Ein Polizeisprecher sagte, auch der Zugführer sei unter den Toten. Seine Leiche sei identifiziert worden. Der 23-Jährige wird für die Katastrophe verantwortlich gemacht.

Er soll zu schnell gefahren sein. Nach Angaben der Bahngesellschaft JR West hatte es gegen ihn bereits mehrere Beschwerden gegeben. Er hatte erst seit elf Monaten als Zugführer gearbeitet. Die Zuggesellschaft übe sehr hohen Druck auf ihre Mitarbeiter aus, Verspätungen zu vermeiden, hiess es von Seiten der Bahngewerkschaft.

Bei dem Unglück in Amagasaki bei Osaka waren am Montagmorgen vier der sieben Waggons aus den Gleisen gesprungen; einer von ihnen krachte in ein Hochhaus. In dem Zug befanden sich nach Behördenangaben mehr als 580 Menschen. Es war die schlimmste Bahnkatastrophe in Japan seit 1963.

(sda)