13. Dezember 2006 10:59; Akt: 13.12.2006 11:01 Print

Zwangsverhütung für Einhörnchen

In Grossbritannien tobt ein «Eichhörnchenkrieg» zwischen einheimischen roten und eingewanderten grauen Tieren. Jetzt will die schottische Regierung die Zunahme der grauen Eichhörnchen stoppen.

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Gut zwei Millionen graue Eichhörnchen gibt es mittlerweile in Grossbritannien - und nur noch etwa 30'000 rote. Seit nichtsahnende Gartenarchitekten 1876 das graue Hörnchen aus Amerika importierten, tobt ein «Krieg» zwischen einheimischen und eingewanderten Tieren. Es ist ein ungleicher Kampf, denn die roten Eichhörnchen sind nicht immun gegen das Parapoxvirus, das alle grauen Exemplare in sich tragen.

Jetzt will die schottische Regierung die Notbremse ziehen und die wachsende Population der grauen Eichhörnchen in die Schranken weisen. Zu diesem Zweck soll den Nagern Familienplanung aufgezwungen werden: Ein Verhütungsmittel, das bereits in den USA mit Erfolg eingesetzt wurde, soll auch die Vermehrungslust der schottischen grauen Eichhörnchen zähmen. Die Tiere würden eingefangen und erhielten eine Injektion, die sie auf Jahre hinaus steril macht, berichtet das Online-Magazin Scotsman.com.